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Schwandorf
Dienstag, 13. Juli 2010 17:27
Trausnitz: Futterplatz für den Schwarzstorch

Trausnitz: Futterplatz für den Schwarzstorch

Die Kraftwerksgruppe GDF SUEZ schenkt der Wildland-Stiftung Bayern ein Waldgründstück im Pfreimdtal und spendet dazu noch 1000 Euro für die Umgestaltung. Das Areal wird hergerichtet als Futterplatz für den seltenen Schwarzstorch.

Die Betreiber des Pumpspeicherkraftwerks bei Trausnitz im Landkreis Schwandorf nutzen die Kräfte der Natur und haben sich nun entschlossen, auch in dieser Hinsicht was Konstruktives beizusteuern. So hat die Unternehmensgruppe ein Waldgrundstück der Wildland-Stiftung Bayern überschrieben, das seinen strategischen Nutzen für das Kraftwerk verloren hat. Aus zwei Quellen hatte der Betrieb einst seinen Trinkwasserbedarf bedient. Mit dem Anschluss an das öffentliche Wassernetz hat sich das längst erledigt. Das Areal dem Naturschutz zu widmen hatte sich dann angeboten, wie Kraftwerksleiter Joachim Morsch bei der offiziellen Übergabe betonte. 

Der Nutzen aus dem Grundstückstransfer soll in erster Linie dem Schwarzstorch zugute kommen. Der Bestand des scheuen Waldvogels wird in ganz Bayern auf etwa gerade noch 100 Paare geschätzt. Eines davon ist hier in der Gegend heimisch. Also wird das Areal beim Kraftwerk so modifiziert, dass es einen ergiebigen Futterplatz für den seltenen Storch abgeben kann. Frösche und andere Amphibien, dazu noch eine Menge Insekten könnten über eine sinnvolle Gestaltung das Nahrungsangebot für den Schwarzstorch sichern. Zudem ergeben die feucht gehaltenen Wiesen Lebensraum auch für seltene Orchideenarten. 

Auf Touristen legt einer sicherlich überhaupt keinen Wert, der Schwarzstorch selbst, für den das Areal als Futterstelle angelegt wird. Der Vogel gilt als äußerst menschenscheu und fühlt sich schnell gestört. So muss die Umgestaltung des Biotops auch eine gewisse Abgeschiedenheit berücksichtigen.


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