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Amberg: Personalfragen statt Landwirtschaft

Sie wurden gegründet, um in den 60er Jahren den Plänen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zur Schaffung von Großbetrieben entgegenzuwirken: Die Maschinenringe. Mittlerweile gibt es in Bayern 73 von ihnen. Und diese bewirtschaften insgesamt 2,6 Millionen Hektar. Das sind fast 90 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen. Die Maschinenringe sind eine Art Zusammenschluss aus mehreren Landwirten, die Land- oder Forstmachinen gemeinsam nutzen. So kennen viele die typischen Eigenschaften eines Maschinenringes.

Dabei hat sich das Wirkungsfeld mittlerweile um ein Vielfaches vergrößert. Zwar bieten die verschiedenen Ringe nach wie vor Dienstleistungen an. 100 prozentige Tochterunternehmen haben sich aber einer weiteren Branche verschrieben: Der Personaldienste.

Das heißt die Firmen unterstützen Unternehmen oder auch Kommunen bei der Rekrutierung von Personal. Und das, egal ob nach einer Urlaubsvertretung, Schwangerschaftsvertretung oder zur Firmenerweiterung gesucht wird, erklärt Christian Höllerl, Standortleiter Personaldienste MR Stiftland GmbH.

Alle Branchen bis auf das Bauhauptgewerbe könnten bedient werden, so Christoph Koeck, Standortleiter der Personaldienste der Maschinenring Dienstleistungs GmbH. So zählen auch auf den ersten Blick ungewöhnliche Kunden zu den Auftraggebern. Wie ein Möbelhaus. Genauer Möbel Hösl in Plößberg.

Das Möbelhaus war auf der Suche nach einer neuen Arbeitskraft für das Büro. Durch die Zusammenarbeit mit der Tochterfirma des Maschinenrings habe sich die der eigene Aufwand auf ein Minimum beschränkt, so Florian Löw, Personalleiter Möbel Hösl. Und die Suche war erfolgreich. Seit Dezember kann sich das Möbelhaus über eine neue Mitarbeitrin freuen. (ms)