Weiden: 37 Jahre im Dienste der Stadt

Eigentlich, sagt er, wollte er nie Beamter werden. Erst auf Drängen und Anraten von Freunden und Familie bewarb sich Hermann Hubmann auf eine Stelle bei der Stadt Weiden. Das war 1981. Jetzt 37 Jahre später, ist aus dem was als Übergangslösung gedacht war, man kann schon fast sagen, seine Lebensaufgabe geworden. Bereits seit 25 Jahren hat er den Posten des Rechtsdezernenten der Stadt inne. Eine Aufgabe die ihn bis heute noch begeistere. Anfangs sei er skeptisch gewesen, aber der gelernte Jurist sei sehr schnell eines Besseren belehrt worden. „Dieses Amt des Rechtsdezernenten ist so spannend! Da ist jeder Tag ein Erlebnis!“

Aber wie das eben so ist im Leben: Alles nimmt irgendwann ein Ende und so neigt sich auch Hermann Hubmanns Zeit bei der Stadt Weiden dem Ende entgegen. Im März 2019 geht Hubmann in den wohlverdienten Ruhestand. Er blicke deshalb mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf Anfang kommenden Jahres. Zum einen werde er seine Arbeit, seine Aufgabe bei der Stadt, aber natürlich auch die Menschen, die ihn tagtäglich begleiten, vermissen. Zum anderen freue er sich aber natürlich auch auf ein neues Kapitel in seinem Leben. Vor allem darauf, endlich mehr Zeit für seine Familie zu haben. Sein Sohn lebe in Vancouver, seine Tochter in Sydney. Er und seine Frau würden in Zukunft sehr viel mehr reisen sagt er lächelnd.

Noch sei er aber ja nicht am Ende. Ein wenig Zeit bleibe ihm schließlich noch. Sein größter Wunsch: Die Einweihung des Sozialbürgerhauses – sein wahrscheinlich letztes großes Projekt und für Ihn eine echte Herzensangelegenheit – noch im Amt mitzuerleben. „Ich werde dieses letzte dreiviertel Jahr sicher voll und ganz genießen und ich werde vor allen Dingen eine Sache nicht machen und zwar mich ein dreiviertel Jahr in den Ruhestand verabschieden“
(ac)