Weiden: Fortsetzung Prozess bandenmäßiges Schleusen

Am 2. Verhandlungstag im Weidener Schleuserprozess sind heute Geschleuste befragt worden. Es waren alle irakische Staatsangehörige, die von den Schleusern über die Bundesgrenze bei Waidhaus oder über Eslarn nach Deutschland gebracht wurden.

Die Geschleusten erzählten über die teils unzumutbaren Zustände während des Transports im Klein-LKW. Es sei sehr eng gewesen. Man habe kaum Luft zum Atmen gehabt und die Notdurft musste in Flaschen verrichtet werden.

Die Geschleusten beziehungsweise deren Verwandten bezahlten teils hohe Summen für die Schleusung. Bei 3 Zeugen war am Vormittag die Rede von Summen zwischen 7.700 und 9.000 US-Dollar. Die beiden Angeklagten haben dabei laut Staatsanwaltschaft mindestens 600 bis 1.000 Euro pro Fahrt erhalten.

Für den Prozess sind noch weitere 7 Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll nach jetzigem Stand der Dinge am 4. Juli gesprochen werden. (tb)