347.200 Euro für das Regionalmanagement Amberg-Sulzbach

Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert hat heute vier neue Förderbescheide auf Grundlage der Förderrichtlinie Landesentwicklung (FöRLa) an regionale Initiativen aus der Oberpfalz, Niederbayern und Schwaben überreicht. Die Gesamtfördersumme beträgt über 1,4 Millionen Euro. Davon gehen 347.200 Euro an das Regionalmanagement des Landkreises Amberg-Sulzbach.

Empfänger der Förderbescheide sind die Regionalmanagements der Landkreise Deggendorf und Amberg-Sulzbach, das Konversionsmanagement im Landkreis Donau-Ries und der Regionalmarketing Oberpfalz e.V. Weigert: „Jede der vier Initiativen hat bereits bewiesen, dass durch Zusammenarbeit und Vernetzung vor Ort innovative Projekte entstehen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Region entscheidend stärken. Durch die große Hebelwirkung des Förderinstrumentes konnten die engagierten Regionalmanagerinnen und -manager in den vergangenen Jahren neben der eigentlichen Förderung zusätzlich umfangreiche Drittmittel einwerben. Ich bin überzeugt, dass auch künftig Synergien entstehen und wir Wachstum und damit zukunftsfähige Arbeitsplätze in die Regionen bringen.“

Regionalmanagement Landkreis Amberg-Sulzbach
Das Regionalmanagement des Landkreises Amberg-Sulzbach erhält im Rahmen der dreijährigen Projektförderung Mittel in Höhe von 347.200 Euro bei einem Fördersatz von 80 Prozent. Künftige Schwerpunkte liegen in Maßnahmen zur Daseinsvorsorge und umweltgerechten Mobilität, der Imageaufwertung nach innen und außen sowie der Digitalisierung. Dazu Richard Reisinger, Landrat des Landkreises Amberg-Sulzbach: „Ich freue mich sehr, dass wir den neuen Förderbescheid erhalten und somit das erfolgreiche Instrument des Regionalmanagements auch in der nächsten Förderphase fortführen können. Unser Regionalmanagement hat viel vor und wird sich dabei verstärkt den Handlungsfeldern Demografischer Wandel, Wettbewerbsfähigkeit und Regionale Identität widmen. Eine konkrete Maßnahme hierzu soll die Erarbeitung eines Imagefilms zu den Standortpotenzialen unseres Landkreises werden. Besonders schätze ich auch die Tatsache, dass das Regionalmanagement in der neuen Förderphase einen Beitrag zur Stärkung des digitalen Wandels in der Region leisten möchte und bei der Entwicklung zukunftsfähiger Lösungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen mitwirkt.“

Die Stärkung unserer Regionen durch eine konsequente und unbürokratische Regionalmanagementförderung ist ein zentrales Instrument der bayerischen Landesentwicklungspolitik. Dafür stellen wir in diesem Jahr rund zwölf Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Die regionalen Initiativen können ihre Schwerpunkte bei der Umsetzung der Projekte je nach Herausforderungen flexibel wählen. Das ist eine große Chance für die Initiativen, einen nachhaltigen Beitrag zur regionalen Entwicklung zu leisten.

Roland Weigert, Wirtschaftstaatssekretär Bayern

Regionalmanagement Landkreis Deggendorf
Das Regionalmanagement Deggendorf setzt in der neuen Förderphase insbesondere auf die Stärkung des Landkreises als Wirtschaftsstandort und beabsichtigt die Umsetzung zahlreicher Maßnahmen zur Fachkräftesicherung oder zur Darstellung der Region in den sozialen Medien. Ein Projekt zielt auf eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem Landkreis Freyung-Grafenau ab. Hierfür erhält das Regionalmanagement im Rahmen der dreijährigen Projektförderung Mittel in Höhe von 299.550 Euro. Dazu Christian Bernreiter, Landrat des Landkreises Deggendorf: „Das Regionalmanagement liefert für unsere Region wichtige Impulse und setzt viele konkrete Projekte und Maßnahmen um. Unternehmen und die verschiedensten Akteure im Landkreis nehmen dieses Angebot gerne wahr und wissen diese Unterstützung zu schätzen. Das in den letzten 14 Jahren aufgebaute Netzwerk ist ein wichtiger Bestandteil für die positive Weiterentwicklung unserer Region. Wir freuen uns deshalb sehr, dass die erfolgreiche Arbeit des Regionalmanagements Deggendorf auch in den nächsten drei Jahren finanziell unterstützt wird.“

Konversionsmanagement Landkreis Donau-Ries
Die Fördergelder werden eingesetzt, um eine nachhaltige Siedlungsentwicklung zu verstetigen. Zudem sollen die kommunale Strukturentwicklung gestärkt und gleichwertige Lebensbedingungen im ländlichen Raum geschaffen werden. Dazu Stefan Rößle, Landrat des Landkreise Donau-Ries: „Mit dem Projekt ‚Zukunftsland Donau-Ries‘ möchten wir Bürgerinnen, Bürger und Kommunen auf verschiedenen Wegen für das Thema nachhaltige Siedlungsentwicklung sensibilisieren. Geplant ist unter anderem ein Innenentwicklungsportal, ein Podcast und ein Runder Tisch. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Austausch und der Vernetzung der Städte im Landkreis zum Thema Coworking und Pop-up-Stores sowie die Unterstützung der Dorfläden bzw. dem Stadtladen beim Thema digitale Nahversorgung. Ich bedanke mich für die Förderung des Wirtschaftsministeriums, damit diese Zukunftsprojekte erfolgreich umgesetzt werden können und wir so einen Teil dazu beitragen, attraktive Lebens- und Arbeitsbedingungen im Landkreis Donau-Ries zu erhalten.“

Regionalmarketing Oberpfalz e.V.
Das Regionalmarketing Oberpfalz wird im Rahmen der dreijährigen Projektförderung mit Fördermittel in Höhe von 450.000 Euro unterstützt. Durch das Projekt Marke 4.0 soll ein wegweisender Strategieprozess durchgeführt werden, um die Marke Oberpfalz weiterzuentwickeln und weiter zu schärfen. Dazu Franz Löffler, Bezirkstagspräsident, Landrat des Landkreises Cham und 1. Vorsitzender des Vereins: „Wir freuen uns sehr, dass das Oberpfalz Marketing für die Weiterentwicklung der Marke OBERPFALZ diesen Förderbescheid erhält. Damit ist auch in den nächsten Jahren sichergestellt, dass wir engagierte Projekte wie die Auszeichnung von Botschafter:innen der Oberpfalz und Markenkooperationen mit Unternehmen in unserem lebens- und liebenswerten Bezirk umsetzen können. Ein besonderes Anliegen ist uns bei der Weiterentwicklung der Marke OBERPFALZ die enge Zusammenarbeit mit den sieben Landkreisen und drei kreisfreien Städten im Bezirk. Dazu werden wir schon in den nächsten Tagen einen mehrmonatigen Markenprozess starten, bei dem vor allem die Themen Fachkräftesicherung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehen. Auch dank dieser Förderung ist es uns möglich, die außerordentliche Erfolgsgeschichte der Oberpfalz nach innen wie nach außen stetig weiterzutragen.“

Bayernweit fördert das Wirtschaftsministerium nahezu flächendeckend über 60 regionale Initiativen. Ihnen bietet die geltende Richtlinie, die seit Anfang des Jahres in Kraft ist, noch bessere Förderkonditionen und eine wesentlich vereinfachte Antragstellung und Abwicklung. So profitieren Regionen von zusätzlichen Fördermitteln, wenn sie Projekte zum Flächensparen umsetzen. Standorten, die mit gravierenden wirtschaftlichen Umbrüchen und den damit verbundenen Folgen wie etwa einem massiven Arbeitsplatzabbau kämpfen, steht eine Sonderförderung für Transformationsprozesse von bis zu 150.000 Euro pro Jahr zur Verfügung.

(Bild: Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert und Katharina Schenk (Regionalmanagerin Landkreis Amberg-Sulzbach) / Bildquelle: StMWi/R.Poss)

(vl)