Oberpfalz TV

Amberg: Abschlussveranstaltung für das Wundernetz

Drei Jahre hat das Projekt „Gemeinsam unterwegs – das Wundernetz“ gedauert. Gestartet ist das Projekt im Jahr 2014. Oberpfalz TV war zusammen mit den Volkshochschulen Amberg und Amberg-Sulzbach, der Katholischen Erwachsenenbildung, dem Evangelischen Bildungswerk, der OTH sowie der OBA Amberg einer von insgesamt sieben Partnern. Initiiert wurde das Projekt von Hildegard Legat, Leiterin der Offenen Behindertenarbeit Amberg.

Das Ziel aller Partner war es von Anfang an: Menschen mit Handicap außerhalb ihres fest vorgegebenen Alltags zu zeigen, welche Stärken in ihnen liegen. Michaela Götz, Robert Wöhl, Jürgen Weiß und Werner Staudte waren Teil des OTV-Teams. Zusammen haben wir alle drei Monate eine Sendung gestaltet, die eine halbe Stunde gefüllt hat. 14 Magazine bzw. 48 Beiträge waren es insgesamt, die während der Laufzeit produziert und ausgestrahlt wurden.

Bei der Abschlussveranstaltung im Amberger Congress Centrum war es jetzt Zeit Bilanz zu ziehen. Inwieweit haben wir alle es geschafft das Thema Inklusion in einer exklusiven Welt voranzutreiben? Wo haben wir Impulse gesetzt und was ist für die Zukunft noch weiter zu tun?

Teilhabe, Selbstbestimmung, Veränderungen für Menschen mit und ohne Behinderung waren drei Jahre lang unsere Themen.

Per Definition bedeutet Inklusion: Menschen mit Handicap dürfen gleichermaßen an allen Lebensbereichen teilhaben. Aber – und da sind sich alle Gruppenleiter einig – bis zur vollständigen Inklusion ist es noch ein weiter Weg.

Inklusion geht auch nie ohne Exklusion einher. Wer zum Beispiel Mitglied einer bestimmten Partei oder einer Religion ist, ist dadurch automatisch von anderen ausgeschlossen. Das Eine funktioniert nie ohne das Andere. Und so setzt sich die ganze Gesellschaft aus partiellen Gruppen zusammen, die sich voneinander abheben.

Und entscheidet am Ende nicht jeder Betroffene selbst, ob er sich gleichberechtigt und inkludiert fühlt? Für uns vom Wundernetz ist klar: Wir können das jedenfalls nicht für ihn entscheiden. Was wir aber können ist Menschen mit Handicap Hilfestellung zu geben, indem wir ihnen Wahlmöglichkeiten geben, wie sie ihr Leben leben wollen. Und dieses Ziel wollen wir auch für die Zukunft nicht aus den Augen verlieren. (sd)