Amberg: Amberger Bunt fordert eine 30 Prozent Quote beim Sozialen Wohnungsbau

Der Amberger Wohnungsmarkt wäre nach wie vor von einer hohen Nachfrage nach preisgünstigem Wohnraum gekennzeichnet. So weit zumindest die Ansicht von Amberger Bunt. Demnach sei die Bereitstellung von finanzierbarem Wohnraum ein zentrales Element der kommunalen Daseinsvorsorge. Deshalb haben sie einen Antrag zum sozialen Wohnungsbau in Amberg gestellt:

Sachstandsbericht:
„Amberger Bunt beantragte mit Schreiben vom 01.10.2019, dass

  1. bei der Aufstellung von Bebauungsplänen, die Geschosswohnungsbau beinhalten, künftig ein Anteil von 30% für den sozialen Wohnungsbau festgesetzt bzw. angestrebt wird.
  2. städtische Flächen mit einer Zweckbindung verkauft werden, in der dieser 30%-Anteil für den sozialen Wohnungsbau festgesetzt wird.
  3. auch dort, wo die Stadt für private Bauherren Planungsrecht schafft, angestrebt wird, über Vereinbarungen im städtebaulichen Vertrag 30% der Wohnfläche mit sozialem Wohnungsbau zu überplanen.
  4. die Verwaltung in den Punkten 2 und 3 überprüft, wie diese Nutzung gefördert werden kann, um interessierte Investoren zu gewinnen.
  5. wenn Privatinvestoren u.a. aus Gründen einer zu geringen Renditeerwartung nicht bereit sind zu investieren, Sorge dafür getragen wird, dass städtische Gesellschaften entsprechende Aufgaben übernehmen.“ (Antrag Amberger Bunt)

In Bayern wurde im August des vergangenen Jahres Gebiete mit erhöhtem Wohnraumbedarf ausgewiesen – Amberg war nicht darunter. Als einzige oberpfälzer Stadt wurde Regensburg ausgewiesen. Dort wurde eine Quote von 20 Prozent festgelegt. Für Amberg fordert Amberger Bunt eine Quote von 30 Prozent.

Dabei wäre der Bedarf an sozialem Wohnraum nicht eindeutig quantifizierbar, so Maximilian Hahn Stadtrat und Geschäftsführer der Stadtbau Amberg GmbH. Es gebe in Amberg viele Wohnungen, die preislich wie Sozialwohnungen gehandhabt werden.

Ein wichtiger Punkt für OB Michael Cerny war auch, dass es nicht nur für Bezieher von Sozialleistungen Bedarf an Wohnraum in Amberg gebe, sondern auch für Bürger verschiedenster Lebenssituationen. Eine starre und so hohe Quote wäre unter Umständen sogar eine Benachteiligung derer, so Michael Cerny.

Es werde zwar kein bevorzugter Handlungsbedarf im Bereich des sozialen Wohnens erkannt, trotzdem solle weiterhin fortgesetzt werden, dass neben Einfamilienhäusern auch wieder mehr Geschosswohnungen und geförderter Wohnraum geschaffen wird. (vl)