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Amberg: Bahnbrücke bleibt Nadelöhr

Wenn Bahnbrücken saniert werden müssen, sind Schienen- und Straßenverkehr gleichzeitig betroffen. Eine heikle Situation, gerade wenn es um vielbefahrene Strecken geht. Insgesamt 1210 Bahnbrücken in Bayern weisen Schäden auf, die eine Reparatur erforderlich machen. Auch in Amberg gibt es solche Sorgenkinder. Neben der Brücke bei der Leopoldkaserne ist das insbesondere die Bahnbrücke über die B85. 

Brücken sind die Achillesferse des Verkehrsnetzes“, sagt Martin Burkert, den die SPD-Stadtratsfraktion zum Pressegespräch nach Amberg eingeladen hat. Der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Verkehr und Infrastruktur bringt die Expertise mit, die beim Bahnstreckenausbau gefragt ist. 

Und die Brücke über die B85 ist ein echtes Sorgenkind. Bereits im August 2016 wurde das Planfeststellungsverfahren für eine Sanierung der 74 Jahre alten Brücke beantragt. Im Mai 2017 wurde es aus bislang unbekannten Gründen zurückgezogen, so Burkert. Dabei sei viel wertvolle Zeit verloren gegangen, denn jetzt gehe das Prozedere von vorne los. Dabei ist sie ein Nadelöhr in der Stadt. Eine Sanierung unumgänglich. 

Aber durch die Sanierungsarbeiten wäre der Straßenverkehr über eine der Hauptzufahrten nach Amberg beeinträchtigt – eine ungünstige Situation für Anwohner wie Pendler gleichermaßen. Wichtig sei daher ein transparentes Vorgehen und die Informierung der Bevölkerung, gerade, was mögliche Verkehrsbehinderungen betrifft. (as)