Amberg: bavarikon – Heimat für alte Schätze

In der Staatlichen Bibliothek Amberg ist am Vormittag die digitale Plattform „bavarikon“ vorgestellt worden. Auf dieser Plattform kann jeder Interessierte Wissenswertes über Kunst, Kultur und Landeskunde Bayerns erfahren, so Dr. Klaus Ceynowa, der Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek. Er war extra zur Vorstellung der Plattform aus München angereist.

Es seien hier wahre Schätze aus den Archiven, Bibliotheken und Museen Bayerns zu sehen, so Ceynowa. Insgesamt seien zurzeit mehr als 230.000 Objekte auf dieser Plattform eingestellt. Besucher der Plattform können beispielsweise Museumsobjekte in einer 3D-Animation drehen und wenden, um Einzelheiten des Objekts in Augenschein zu nehmen.

Für Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler ist „bavarikon“ eine sehr wichtige Plattform, die jetzt auch von Schulen genutzt werden kann. Für Schulen gebe es die online-Plattform „mebis“, die jetzt mit der Plattform „bavarikon“ verknüpft wurde. Wörtlich sagte er: „Lehrkräfte können digitalisierte Exponate direkt in ihr virtuelles Klassenzimmer einbinden und sich so aus einer Fülle von über 230.000 Objekten bedienen“.

Anlässlich der Vorstellung der Plattform gab es auch die orginalen Spruchkammermeldbögen aus dem Entnazifizierungsprozess von Oskar Schindler und seiner Frau zu sehen, die ansonsten im Staatsarchiv in Amberg eingelagert sind. Doch auch diese liegen mittlerweile in digitaler Form vor und damit auf bavarikon.de zu sehen. (tb)