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Amberg/Bayern: Agrarminister sorgt vor GroKo-Verhandlungen für Furore

Alleingang, Vertrauensbruch. Zwei Worte, die gestern immer wieder fielen, weil die Gemüter sehr erhitzt waren.

Grund dafür war CSU-Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Er hatte in der EU-Kommision für Deutschland zugestimmt, dass Glyphosat weitere fünf Jahre in der Landwirtschaft eingesetzt werden darf. Ein klarer Verstoß gegen die Geschäftsordnung der Bundesregierung, denn über das Thema gab es keinen Konsens mit der SPD und deswegen hätte Deutschland sich enthalten müssen. Doch Schmidt happens. Und das kurz vor den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD.
Agrarminister Christian Schmidt sollte gestern eigentlich bei einem Termin in Amberg auftreten. Doch wegen seiner Zustimmung zur Lizenzverlängerung von Glyphosat vertrat ihn dort kurzfristig Ministerpräsident a.D. Günther Beckstein. Schmidts Alleingang hatte für mächtig Furore gesorgt, von SPD-Seite ist die Rede von einem Vertrauensbruch im Hinblick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen. Das deswegen die GroKo gefährdet ist, hielten die Amberger bei einer Umfrage aber eher für unwahrscheinlich.
(ab)