Amberg: Bürgerversammlung im ACC

Förderung für Sanierungen in der Altstadt, das umstrittene Bürgerspitalareal und mehr Transparenz für die Bürger – um diese Themen hat sich gestern die Bürgerversammlung in Amberg gedreht.

Denkmalschutz ist schwer, Denkmalschutz ist teuer – diese Vorbehalte gegen Sanierungen an Altstadtgebäuden sollten entkräftigt werden. Bei der Bürgerversammlung im ACC wollte die Stadt Amberg Mut zur Sanierung machen. Es gebe von Seiten der Stadt Förderprogramme und Unterstützung – nicht nur für die Sanierung selbst, sondern auch für den vorangehenden Prozess, um überhaupt zu einer Investitionsentscheidung zu kommen. Die Stadt will die Hemmschwelle senken, so Baureferenz Markus Kühne.

Umgestaltung des Bürgerspitalareals
Auch einer der anschließenden Bürgeranträge drehte sich um ein Bauprojekt in der Altstadt: Das umstrittene Bürgerspitalareal. Dort solle eine parkähnliche und frei zugängliche Anlage entstehen – anstatt des geplanten mehrstöckigen Gebäudes, so der Antrag von Helmut Schuster und Johannes Lösche. Das werde an den Stadtrat weitergereicht, versicherte OB Cerny.

Mehr Transparenz durch digitale Infos
Genau wie das nächste Anliegen: Bertold Bernreuter forderte, dass die Verwaltung mehr Informationen digital zur Verfügung stellen solle, um für mehr Transparenz zu sorgen. Insgesamt sechs Punkte umfasste sein Antrag.

Unter anderem sollten in den Sitzungen des Stadtrates oder der Ausschüsse Audioaufzeichnungen gemacht werden, die den Bürgern hinterher zur Verfügung gestellt werden. Ein weiterer Vorschlag: Mehrere kleinere Bürgerversammlungen für die einzelnen Stadtteile abzuhalten. All das solle eine bessere Bürgerbeteiligung ermöglichen.

Oberbürgermeister Cerny wies darauf hin: schon jetzt würden die Amberger über das Bürgerinformationssystem ausführlich mit Informationen versorgt. Das heiße nicht, dass nicht noch mehr getan werden könne, mehrere Stadtteilversammlungen könne er sich zum Beispiel durchaus vorstellen. Aber: Dass die Stadtverwaltung alle Informationen, die ihr zur Verfügung stehen, digital zugänglich machen soll, stellt er sich weder umsetzbar noch sinnvoll für den Bürger vor. In dieser Hinsicht seien Medien so wichtig, die Informationen aufbereiten und einordnen, verweist das Stadtoberhaupt.

Dennoch: Der Antrag für mehr Transparenz wird – wie alle Anträge an diesem Abend – zur Diskussion in den Stadtrat weitergegeben.

(az)