Amberg: Ende der Garnisonsstadt

Die Panzerbrigade 12 Oberpfalz hat sich mit dem Großen Zapfenstreich aus Amberg verabschiedet. Damit geht in Amberg eine 300-jährige Tradition zu Ende und Amberg verliert den Status einer Garnisonsstadt. Die Panzerbrigade 12 wäre im kommenden Jahr 60 Jahre in Amberg gewesen.

Der Kommandeur der Panzerbrigade 12 Oberpfalz Brigadegeneral Jörg See sieht den Weggang der Soldaten aus Amberg eher nüchtern. Dem Soldaten werde gesagt, wohin er gehen soll und dieser nehme den Auftrag dann auch an.

Oberbürgermeister Michael Cerny sagte beim Empfang im Amberger Rathaus, dass er die Entscheidung gegen den Standort Amberg im Jahr 2011 nach wie vor weder rational noch emotional nachvollziehen könne. Jetzt müsse aber nach vorne geblickt werden. Das Gelände müsse letztendlich einer neuen Nutzung zugeführt werden. Staatskanzleichef Dr. Marcel Huber versprach hier, dass die Staatsregierung der Stadt Amberg hilfreich zur Seite stehen werde. Sei es durch Behördenverlagerungen, sei es bei der Konversion der Kaserne.

Auf dem Amberger Marktplatz verfolgten zahlreiche Bürger den Großen Zapfenstreich. Zu Ehren der Stadt Amberg spielte das Musikkorps Veitshöchheim den traditionellen „Steigermarsch“. Es folgten der „Marsch der Panzerbrigade 12 Oberpfalz“, der „Deutsche Kaiser-Marsch“ von Friedrich Zikoff und zum Schluss „Des großen Kurfürsten Reitermarsch“ von Kuno Graf von Moltke. Den geschichtlichen Endpunkt der Garnisonsstadt Amberg setzte der Zapfenstreichmarsch beim Auszug der Soldaten.
(tb)