Amberg: Erste Details zum Landesamt für Pflege

„Ein super Tag für Amberg“ schrieb Albert Füracker, der bayerische Finanzminister, heute in das goldene Buch der Stadt. Er war zusammen mit Gesundheitsministerin Melanie Huml nach Amberg gereist. Mit im Gepäck: Jede Menge Informationen zu dem neuen Landesamt für Pflege.

Das Landesamt für Pflege soll als eine Mittelbehörde des Gesundheits- und Pflegeministeriums fungieren. Unter anderem soll von Amberg aus die Auszahlung des Landespflegegelds abgewickelt werden. Noch im Jahr 2018 etwa 50 Mitarbeiter arbeiten. In den nächsten Jahren soll die Mitarbeiterzahl dann auf bis zu 350 steigen. Bereits im Sommer soll das neue Amt in Amberg seine Arbeit aufnehmen.

Die Frage nach dem Standort in Amberg bleibt allerdings. Nur soviel wurde bekannt gegeben: Zunächst soll wohl eine Immobilie angemietet werden. Später soll dann ein Neubau oder eine Renovierung folgen. (ms)

 

 

Hier dazu auch noch weitere Informationen aus der offiziellen Pressemitteilung:

Bayerns Pflegeministerin Melanie Huml und Finanzminister Albert Füracker haben am Freitag die Pläne zum Aufbau des neuen Landesamts für Pflege (LfP) im oberpfälzischen Amberg erläutert. Die Landesbehörde soll bereits im Sommer dieses Jahres mit einem Aufbauteam starten.

Huml betonte anlässlich eines Pressegesprächs in Amberg: „Mit einem eigenständigen Landesamt für Pflege unterstützen wir die pflegebedürftigen Menschen ebenso wie die Pflegenden in ganz Bayern. Unser Signal ist: Wir setzen einen Schwerpunkt auf die Pflegepolitik und packen die Herausforderungen tatkräftig an. Das neue Landesamt wird dafür sorgen, dass die Fortschritte aus dem erst kürzlich beschlossenen bayerischen Pflege-Paket auch zügig bei den Menschen ankommen. Insbesondere wollen wir das Landespflegegeld in Höhe von 1.000 Euro jährlich für Pflegebedürftige schnell und unbürokratisch auf den Weg bringen.“

Füracker unterstrich: „Mit dem neuen Landesamt für Pflege führen wir die erfolgreiche Heimatstrategie der Staatsregierung fort und leisten einen wichtigen Beitrag zur Strukturentwicklung Nordbayerns und Stärkung des Gesundheitsstandorts Oberpfalz. Mit dem Aufbau des Landesamts für Pflege hier in Amberg unterstreicht die Staatsregierung einmal mehr, welche große Bedeutung sie der Stärkung des ländlichen Raums und dem Thema Pflege beimisst.“

Neben der Auszahlung des Landespflegegelds wird das LfP den Ausbau der Pflege-Infrastruktur unterstützen. Darunter fällt das Fünf-Millionen-Euro-Programm für mindestens 500 neue Plätze in der Kurzzeitpflege pro Jahr zur Entlastung der Familien von Pflegebedürftigen. Zudem sollen ab 2019 für eine zukunftsfähige bayerische Pflegeinfrastruktur jährlich 60 Millionen Euro für rund 1.000 neue Pflegeplätze zur Verfügung stehen. Das Landesamt wird auch Aufgaben im Bereich der Hospiz- und Palliativversorgung, der Demenzstrategie und dem Ehrenamt in der Pflege übernehmen.

Füracker erläuterte: „Die erstmalige Auszahlung des Landespflegegeldes 2018 wird vom Landesamt für Finanzen vollzogen, damit die staatliche Leistung schnell bei den Anspruchsberechtigten ankommt“. Ministerin Huml ergänzte: „Das neue Landesamt für Pflege wird Aufgaben, die bisher auf verschiedene Stellen verteilt sind, effektiv bündeln. So kommt die Hilfe bei den Menschen künftig besser an. Um die Menschen in Bayern umfassend über die Pflege in Bayern zu informieren, ist außerdem ein bürgernaher Internetauftritt geplant.“

(Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege)