Amberg: Erster Corona-Todesfall und Einrichtung einer Sichtungsstelle

Jetzt gibt es auch in der Stadt Amberg den ersten Corona-Todesfall. Es handelt sich dabei um einen 92-jährigen Patienten des Klinikums St. Marien, der an Vorerkrankungen litt.

In der Stadt Amberg gibt es aktuell 18 Corona-Fälle. Das ist ein Anstieg von vier Infektionen über das Wochenende. Im Landkreis sind es aktuell 72 Menschen, die am Coronavirus leiden.

 

Das Klinikum St. Marien wird eine Sichtungsstelle vor der Zentralen Notaufnahme einrichten. Heute wurden dafür die Container aufgestellt, sodass die Sichtungsstelle morgen Nachmittag in Betrieb genommen werden kann.

Alle gehfähigen Patienten werden dort in einem ersten Schritt zunächst auf Covid-19-Verdacht abgeklärt. Patienten ohne Infektionsverdacht werden dann wie bisher in der Notaufnahme weiter behandelt. Patienten mit Covid-19-Verdacht werden in einem weiteren Container untersucht. Nach dieser Untersuchung wird entschieden, ob der Patient stationär aufgenommen werden muss.

(Manfred Wendl, Klinikumsvorstand)

Mit der Sichtungsstelle soll der Betrieb der Zentralen Notaufnahme entzerrt und die Infektionsprävention erhöht werden. Die Sichtungsstelle ist Tag und Nacht besetzt.

Alle ambulanten Patienten und Besucher müssen am Haupteingang seit vergangenem Freitag außerdem eine Eigenerklärung zur Risikoeinschätzung ausfüllen. Diese Stelle ist von Montag bis Freitag von 7.00 – 19.00 Uhr besetzt. Außerhalb dieser Zeiten müssen alle über die Sichtungsstelle gehen.

Durch die große Hilfsbereitschaft vieler Näherinnen ist ausreichend selbstgenähter Mund-Nasenschutz aus Stoff zur Verfügung. Als weitere Maßnahme wird dieser nun an alle Mitarbeiter verteilt. Dies dient ebenfalls der Verbesserung der Infektionsprävention für alle Mitarbeiter und Patienten.

Derzeit befinden sich 9 bestätigte Covid-19-Patienten sowie 41 Verdachtsfälle im Klinikum zur Behandlung.Trotz der gestiegenen Zahlen, gibt der Klinikumsvorstand Entwarnung:

Wir haben die Situation im Griff und sind gut vorbereitet. Wir haben zwei Stationen und erhöhte Kapazitäten in den Intensivstationen mit Überwachungs- und Beatmungsmöglichkeit für Covid-19-Patienten.

(Manfred Wendl, Klinikumsvorstand)

Die Kapazitäten seien erweitert worden, so Wendl. Von vorher 25 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit für Erwachsene ist die Bettenzahl auf 33 mittlerweile gestiegen. Darüber hinaus ist eine Aufstockung auf bis zu 45 Intensivbetten mit Beatmung möglich. Und auch die Anträge für die Zuteilung weiterer Beatmungsgeräte seien bereits beim Ministerium gestellt.

(vl)