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Amberg/Grafenwöhr: Wird die Oberpfalz NATO-Standort?

Mit dem großen Zapfenstreich der Panzerbrigade 12 endeten 300 Jahre Garnisonsstadt Amberg. Jetzt scheint sich aber eine Möglichkeit zu bieten wie Amberg auch in Zukunft militärischer Standort sein könnte. Dr. Harald Schwartz brachte die Leopoldkaserne als möglichen Standort für ein neues NATO-Hauptquartier ins Gespräch. Sicher ist: Es wird einen neuen NATO Standort in Deutschland geben. Die Frage die sich noch stellt ist wo? Neben Amberg ist mit Grafenwöhr noch ein zweiter Standort in der Oberpfalz im Gespräch.

Bereits beim großen Zapfenstreich der Panzerbrigade 12 sprach CSU-Landtagsabgeordneter Dr. Harald Schwartz, wie er selbst sagt, mit wesentlichen Vertretern des Bundesverteidigungsministeriums über Amberg und die Leopoldkaserne als möglichen NATO-Standort. Schon vorher sei er mit dieser Idee auch an Oberbürgermeister Michael Cerny herangetreten mit dem er seither in ständigem Austausch stehe. Cerny selbst unterstütze die Idee natürlich zu 100 Prozent. Nicht nur aufgrund der Infrastruktur, sondern eben auch vor dem Hintergrund, dass Amberg 300 Jahre Garnisonsstadt sei, sei die Stadt in seinen Augen der optimale Standort. Unterstützung bekämen die beiden laut Schwartz auch von oberster Stelle aus München. Ministerpräsident Söder habe Schwartz bereits seine Unterstützung zugesagt.

Neben Amberg ist aber eben noch ein zweiter Standort in der Oberpfalz im Gespräch. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Albert Rupprecht spricht sich derzeit für Grafenwöhr als Standort aus. Auch er habe schon Gespräche mit dem Bundesverteidigungsministerium geführt und stehe schon seit längerer Zeit mit Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen deshalb in Kontakt.

Über die Chancen tatsächlich den Zuschlag zu bekommen äußerten sich beide Seiten bislang vorsichtig optimistisch. Neben Amberg und Grafenwöhr soll auch Ulm als möglicher Standort gehandelt werden. Eine Entscheidung werde im Juni dieses Jahres erwartet.

(ac)