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Amberg: Grammer AG bangt um Zukunft

12.000 Mitarbeiter beschäftigt die Amberger Grammer AG, einen Umsatz von knapp 1.695,6 Millionen Euro verzeichnete das Unternehmen allein im Jahr 2016. Zahlen, die für sich sprechen, doch der Konzern bangt um seine Zukunft und kämpft gegen den Investor Hastor. Hastor hat bereits zwischen 20 und 30 Prozent der Grammer-Aktien erworben und möchte möglichst schnell die Kontrolle über die Grammer AG bekommen. Eine einstweilige Verfügung, erwirkt vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth, bedeutet jetzt einen weiteren Rückschlag der Amberger im Kampf um die Grammer-Führung.

Konkret hat die Hastor Zulieferergruppe Prevent eine einstweilige Verfügung erwirkt, wonach der chinesische Grammer-Partner Ningbo Jifeng eine Wandelanleihe nicht in Aktien umwandeln dürfe, was die Grammerführung gestützt hätte. Durch die Umwandlung hätte der chinesische Partner insgesamt 9,2 Prozent der Grammer Aktien umwandeln und so die Führung bei Grammer zusätzlich unterstützen können. Wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, geht es dabei konkret um Verbindlichkeiten in einer Höhe von 60 Millionen Euro.

Ralf Hoppe, der Sprecher der Grammer AG hat heute gegenüber OTV angekündigt dagegen Widerspruch einzulegen. So befürchtet der Konzern Kunden zu verlieren, würde der Investor Hastor bei der Hauptversammlung am 24. Mai die Kontrolle übernehmen.

Bei einem Termin am 20. April am Landgericht Nürnberg-Fürth werden alle Beteiligten noch einmal ihre Standpunkte vertreten. Erst dann stehe fest, ob es zu einer Einigung komme oder nicht, so Friedrich Weitner, Leiter der Justizpressestelle am Landgericht Nürnberg-Fürth. Prognosen seien vorab nicht möglich. (sd)