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Amberg: Grammer AG vermeldet Erfolg vor Gericht

„Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat mit Beschluss vom heutigen Tage die Vollstreckung aus der von der Prevent DEV GmbH gegen die Grammer AG erwirkten einstweiligen Verfügung eingestellt“. Dies teilte Unternehmenssprecher Ralf Hoppe von der Grammer AG am Dienstagabend gegenüber OTV mit.

Diese einstweilige Verfügung hätte der Grammer AG die Ausgabe von Aktien aus der am 14. Februar 2017 begebenen Pflichtwandelanleihe untersagt. Darüber hinaus habe heute das Bundeskartellamt bestätigt, dass der Erwerb von Aktien an der Grammer AG durch die JAP Capital Holding GmbH, einem verbundenen Unternehmen von Ningbo Jifeng, im Wege der Wandlung der Wandelschuldverschreibung nicht anmeldepflichtig gewesen sei, da nicht alle relevanten Umsatzschwellen erreicht werden.

„Im Falle einer Wandlung steht somit einer zügigen Ausgabe der neuen Aktien an den strategischen Partner nun nichts mehr im Wege“, so Ralf Hoppe weiter.

Das bedeutet einen Sieg im Kampf gegen die feindliche Übernahme der Investorenfamile Hastor, da jetzt wie geplant der befreundete chinesische Autozulieferer Aktien erwerben kann, was die Mehrheitsverhältnisse im Sinne der in Amberg ansässigen Grammer AG stabilisiert.  Ein Ende des Macht-Pokers um die Grammer AG dürfte das aber noch nicht sein.  So bleibt der mündliche Verhandlungs-Termin vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth am 16. Mai vorerst bestehen. Dem sieht Ralf Hoppe aber gelassen entgegen, er hofft dass bis dahin die Wandlung der Wandelschuldverschreibung längst vollzogen sein wird.  Damit würden die Chancen steigen, die für die Hauptversammlung am 24. Mai anvisierte Übernahme durch die Investorenfamilie Hastor zu verhindern. (gb)