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Amberg: Grammer AG wird Jahresziel verfehlen

Die Grammer AG wird bei wesentlichen Nachfolgeaufträgen nicht berücksichtigt. In einer heutigen Pressemitteilung des Automobilzulieferers mit Sitz in Amberg heißt es, dass vor allem im ersten Halbjahr deutlich und auch teilweise weiterhin anhaltende Zurückhaltung einiger Premiumhersteller spürbar seien. So wird wohl im Bereich Automotive das geplante Jahresziel für den Auftragseingang voraussichtlich deutlich verfehlt. Als Ursache vermutet die Grammer AG, die Entwicklung in der Aktionärsstruktur des Unternehmens.

Durch den deutlich niedrigeren Auftragsbestand belasten ungedeckte Entwicklungs-, Vertriebs- und Projektkosten das operative Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres. Auch seien Anpassungen der Kapazitäten im Bereich Entwicklung, Vertriebs- und Projektmanagement notwendig. Insgesamt belaufen sich die Kostenbelastungen im aktuellen Geschäftsjahr auf rund 10 Millionen Euro im Automotive-Bereich. Diese seien teilweise aber im dritten Quartal 2017 berücksichtigt worden.

Die Grammer AG erwartet aber trotz dieser zusätzlichen Kostenbelastungen für das Geschäftsjahr 2017 ein weiterhin positives operatives EBIT über dem Niveau des Vorjahres. Eine Anpassung der mittelfristigen Prognose für den Grammer Konzern sei aus aktueller Sicht aber nicht notwendig.

(bg)