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Amberg: Hilfe für Frühchen

Über Leben und Tod entscheiden nur wenige Tage und wenige Gramm: Sie bestimmen, ob ein Frühgeborenes überlebensfähig ist oder nicht. Etwa ab der 23. Schwangerschaftswoche sind die Babys so weit entwickelt, dass sie theretisch überlebensfähig wären. Aber nur mit medizinischer Hilfe. In den Kliniken Amberg und Weiden gibt es die seit Jahren für solche Fälle in einem gemeinsamen Perinatalzentrum. Ab kommenden Jahr wird die Zusammenarbeit weiter verstärkt.

Denn die strukturellen und personellen Anforderungen an die Kliniken sind enorm geworden. Die Aufgabenbereiche der Kliniken Amberg und Weiden werden deshalb aufgeteilt. Im Klinikum Amberg werden ab Ende 2018 die Level-1-Kinder versorgt, das heißt, alle Kinder, die mit weniger als 1250 Gramm auf die Welt gekommen sind. Alle anderen Frühchen werden im Klinikum Weiden betreut.

Die Entscheidung sei eine gemeinschaftliche gewesen, sagten bei Klinikvorstände, Manfred Wendl und Josef Götz. Nur durch diese Aufteilung könne das Perinatalzentrum in Zukunft überhaupt weiter bestehen. Nur so sei eine wohnortnahe Versorgung für die Menschen aus der Region möglich.

Man habe bisher schon gut gemeinsam gearbeitet, durch die Aufteilung der Fachbereiche erhoffe man sich, neue Schwerpunkte zu setzen, die Behandlungsmöglichkeiten zu erweitern und neue attraktive Arbeitsplätze zu schaffen. (eg)