Oberpfalz TV

Amberg: Hilfe für Helferin

Das Klinikum St. Marien Amberg ermöglicht Eltern einen würdevollen Abschied von verstorbenen Babys.
Karina Krupinska ist Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin im Klinikum St. Marien. Sie selbst hat Kinder sterben sehen und die Hilflosigkeit der Eltern miterlebt. Die Trauer ging ihr so nahe, dass sie nach Wegen suchte, den Eltern den Abschied zu erleichtern.

Ihre Idee: Schlafsäckchen, in die die Kinder gebettet werden können. Mit einem weichen Innenfutter und einem freundlichen, fröhlichen Stoff außen. Sie fertig die Schlafsäckchen gerne für jedes Kind individuell, auch mitten in der Nacht. Näht sie in ihrer Freizeit, bringt sie in Notfällen ins Krankenhaus. Sie hoffe, dadurch den Eltern ein bisschen der großen Trauer nehmen zu können. Ein würdevoller Abschied sei der Anfang der Trauerbewältigung und deshalb sehr wichtig.

Mit diesem Engagement beeindruckt sie viele Mitmenschen, wie beispielsweise ihre Kollegen am Klinikum.

Als Martina Leipersberger vom Küchenteam des Klinikums von Karina Krupinskas Projekt erfährt, will sie Geld dafür sammeln. Die Kollegen zeigten sich begeistert. Stellvertretend für das gesamte Küchenteam haben Martina Leipersberger, Peter Fischer, der Leiter der Klinik-Gastronomie, und seine Stellvertreterin, Doris van Brakel, 150 Euro und ein paar Stoffspenden zum Vernähen an Karina Krupinska übergeben.

Und auch die Klinikumsmitarbeiter Birgit und Willi Keck wollten Karina Krupinska unterstützen. Gemeinsam mit befreundeten Eltern vom Kindergarten-Stammtisch haben sie 50 Euro für das Schlafsäckchen-Projekt gesammelt.

Das Geld hat Karina Krupinska schon wieder investiert. In neue Kuscheldecken-Stoffe.

(bg)

Auch wir von Oberpfalz TV haben über dieses besondere Projekt bereits berichtet. Das Video gibt es hier: