Amberg: Innenminister und AfD nach Prügeltour in der Stadt

Die Prügeltour von vier jugendlichen alkoholisierten Asylbewerbern in Amberg schlägt nach wie vor hohe Wellen. Überraschend teilte heute Mittag sogar der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann mit, dass er sich noch heute ein Bild von der Stimmung vor Ort machen will. Herrmann und Oberbürgermeister Michael Cerny luden zu einem Pressegespräch im kleinen Rahmen, um über ihre Sicht der Dinge zu sprechen.

Zuvor war bereits ein Teil der AfD-Landtagsfraktion in Amberg zu Gast. Katrin Ebner-Steiner besuchte mit Stefan Löw und Roland Magerl zunächst die Polizeiinspektion in Amberg. Beim Gespräch konnten wir nicht dabei sein, allerdings betonte Ebner-Steiner, dass es bei dem Gespräch auch um die Situation der Polizei im Allgemeinen ginge.

Allerdings seien natürlich auch die Vorfälle in Amberg ein Thema. Denn die AfD-Fraktion habe viele Mitteilungen von besorgten Bürgern bekommen und genau mit denen wolle man das Gespräch suchen. Dabei betonte Ebner-Steiner auch, dass die vier Täter ihr Gastrecht in Deutschland verwirkt hätten und hier nicht mehr bleiben dürften.

Insgesamt wolle sich die AfD für mehr Sicherheit einsetzen, die erreiche man vor allem dadurch, dass man Asylbewerber schneller abschiebe. Denn durch sie würden viele Straftaten begangen werden.

Innenminister Herrmann hingegen sagte, dass es mehr Polizeipräsenz brauche. Deshalb will man in Amberg tatsächlich auch mehr Polizeipräsenz zeigen. Außerdem wurde heute bei dem Pressegespräch bekannt, dass die Täter stark alkoholisiert und einen Blutalkoholwert zwischen 1,0 und 1,6 Promille hatten. Außerdem bestätigte Oberbürgermeister Michael Cerny, dass die NPD in Amberg unterwegs gewesen ist. Diese hatte auf ihrer eigenen Facebook-Seite Fotos veröffentlicht, zu denen sie geschrieben hatte, dass sie nun Schutzzonen in der Amberger Innenstadt errichten will.

Sowohl Cerny als auch Herrmann betonten aber, dass dies der völlig falsche Weg sei. Die NPD-Anhänger würden eher Unfrieden stiften als Sicherheit bringen. Deshalb sei dies in der Stadt auch auf keinen Fall gewünscht. (eg)