Oberpfalz TV

Amberg: Zertifiziertes Alterstraumazentrum

Die Behandlung von älteren Menschen ist häufig schwieriger, als die von jungen. Denn bei beispielsweise Knochenbrüchen kommen im Alter meist Osteoporose-Erscheinungen erschwerend hinzu. Insgesamt ist die Unfallchirugie bei älteren Menschen komplexer. Denn sie hatten im Laufe ihres Lebens meist bereits Vorerkrankungen oder leiden gar an chronischen Krankheiten.

Um eine intensive Behandlung von älteren Patienten durchführen zu können, müssen deshalb viele Stellen ineinander greifen. Die deutsche Gesellschaft für Unfallchirugie hat deshalb ein Zertifikat für Alterstraumazentren entwickelt. Um sich zertifiziertes Alterstraumazentrum nennen zu dürfen, müssen die Krankenhäuser strenge Auflagen erfüllen. Dies tut das Klinikum St. Marien in Amberg. Dort gibt es seit diesem Jahr ein zertifiziertes Alterstraumatologisches Zentrum unter der Leitung von Dr. Robert Bauer und Dr. Jens Trögner.

Die Schwierigkeit bei der Behandlung von Knochenbrüchen im hohen Alter liege darin, dass man häufig Alterserscheinungen und Krankheiten mitberücksichtigen muss. Deshalb sei meist ein Austausch mit der inneren Medizin nötig. Mit einem alterstraumatologischen Zentrum wird dieser Austausch verstärkt, die Zusammenarbeit wird enger.

Im Mittelpunkt einer Zertifizierung stehen deshalb auch die interdisziplinären Inhalte. Dabei müssen mindestens die Unfallchirurgie und die Geriatrie zusammenarbeiten. Und das tun sie in Amberg in hervorragender Art und Weise. Deshalb bekam das Zentrum im August dieses Jahres die Zertifizierung verliehen. (eg)