Amberg: Krisenstab am Klinikum St. Marien

Am Klinikum St. Marien in Amberg trifft sich jeden Tag ein Krisenstab, um das Vorgehen bezüglich der Coronakrise zu besprechen:

Täglich tagt ein Krisenstab des Klinikum St. Marien Amberg, um aktuelle Maßnahmen und Vorgehensweisen zu besprechen und festzulegen. „Diese Sitzungen dienen sowohl dem Schutz unseres Personals als auch der Bevölkerung“, betont Klinikumsvorstand Manfred Wendl. „Als ersten Schritt haben wir deswegen alle Veranstaltungen einschließlich den Kursen und Sprechstunden bis Ende April abgesagt. Zudem werden die Einsatzpläne unseres Personals umgearbeitet und geändert. Bedeutet konkret: Ein Teil unseres Personals, sei es medizinisch oder administrativ, bleibt zuhause in Bereitschaft. Der andere Teil arbeitet in festen Teams und Schichten. So können wir Kontakte und damit das Infektionsrisiko deutlich minimieren sowie die Betriebssicherheit erhöhen.“ Außerdem steht das Klinikum Amberg in engem Kontakt zur Führungsgruppe des Katastrophenschutzes, um schnell reagieren zu können.

In den Räumlichkeiten der Berufsfachschule für Pflege, in denen derzeit kein schulischer Betrieb stattfindet, richtet das Klinikum eine externe Sichtungsstelle ein. Patienten mit Grippe- und Erkältungssymptomen werden dort klinisch untersucht. Nach dieser Sichtung wird entschieden, ob eine stationäre Aufnahme erfolgen muss. Mit dieser externen Sichtungsstelle sollen unnötige Kontakte mit anderen Kranken in der Zentralen Notaufnahme und damit einhergehender unnötiger Kontakt vermieden werden.

Künftig ist der Zugang zur Kindernotaufnahme ausschließlich vom Mariahilfbergweg aus gegenüber dem Eingang des Schlaflabors möglich. Der Appell von Vorstand Manfred Wendl: „Der Zugang ist ausgeschildert. Bitte kommen Sie mit ihren Kindern nicht in die Zentrale Notaufnahme an der Wiltmaisterstraße.“ Auch bei Kindern gilt natürlich, dass bei Erkältungssymptomen vorher telefonisch Kontakt aufgenommen werden soll.
Auch das Speisenangebot des Klinikums wird im Moment eingeschränkt. Seit heute kommen keine Verpflegungsassistentinnen mehr auf die Stationen, um die Essenswünsche der Patienten abzufragen. Diese Maßnahme dient ebenfalls dazu, Kontakte zu reduzieren und die Infektionsrisiken zu minimieren. Das Klinikum bittet um Verständnis für diese Maßnahme und der während des Katastrophenfalles eingeschränkten Speisenauswahl. Angeboten werden bis auf weiteres vegetarische oder leichte Vollkost.

Das Klinikum hat bereits Konzepte entwickelt, um die Intensivkapazitäten weiter ausbauen zu können. In dieser Woche wurde die Zahl der Intensivplätze für Erwachsene bereits von 25 auf 33 erhöht. Mit dieser Erweiterung können derzeit maximal 29 Beatmungsplätze für Erwachsene betrieben werden. Ein weiterer Ausbau der Intensiv- und Beatmungskapazitäten ist möglich, wenn zusätzliche Geräte von der Bundesregierung, wie angekündigt, zur Verfügung gestellt werden.

Derzeit befinden sich zwei bestätigte Covid-19-Patienten sowie 8 Verdachtsfälle im Klinikum zur Behandlung.

(Quelle: Pressemitteilung Klinikum St. Marien Amberg)