Amberg/Kümmersbruck: Blitzer „Beppi“ ist zurück

„Beppi“ ist wieder zurück: Der transportable Blitzer des Herstellers Jenoptik, der mit offiziellem Namen Semistation TraffiStar S350 heißt. Sein erster Einsatzort ist Kümmersbruck

5.276 Autofahrer, die schneller als die zulässige Höchstgeschwindigkeit unterwegs waren – so viele Temposünder erwischte die teilstationäre Geschwindigkeitsmessanlage „Beppi“ während ihrer dreimonatigen Testphase im Herbst vergangenen Jahres im Amberger Stadtgebiet. In den letzten Monaten war es dann ruhig um die Blitzeranlage des Zweckverbands geworden, doch das ist jetzt vorbei: Ab sofort überwacht sie im Verbandsgebiet des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz wieder die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung.

Wir haben nach der Auswertung der Testphase und dem großen Interesse seitens unserer Mitglieder beschlossen, selbst einen Blitzer-Anhänger, eine sogenannte Semistation, anzuschaffen. Damit sind Geschwindigkeitsübertretungen rund um die Uhr, also auch zu Zeiten, in denen unsere Verkehrsüberwacher nicht im Dienst sind, möglich. Die Einhaltung des Tempolimits ist schließlich zu keiner Uhrzeit optional.

(Sandra Schmidt, Geschäftsführerin Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz)

Die Anlage kombiniert dabei die Vorteile von stationären und mobilen Messanlagen miteinander: Sie funktioniert völlig autonom, minimiert den Personalaufwand, stellt keinerlei Anforderungen an die lokale Infrastruktur und zeichnet Geschwindigkeitsüberschreitungen in beide Fahrtrichtungen auf.

Um vor Vandalismus und Diebstahl zu schützen, sei die Semistation mit verschiedensten Schutzsysteme versehen – unter anderem mit einer Alarmanlage.

Aktuell zeigen knapp 20 der Zweckverbands-Kommunen an einem Einsatz der mobilen Messanlage Interesse, darunter die Gemeinde Kümmersbruck, bei der „Beppi“ ab kommenden Freitag, 26. Juni 2020, Fotos von Zu-schnellFahrern macht.

Wir wollen mit dem Einsatz der Messanlage die Geschwindigkeitsverstöße senken und so die Verkehrssicherheit nachhaltig erhöhen – schließlich ist überhöhte Geschwindigkeit nach wie vor eine der größten Unfallursachen.

(Roland Strehl, Erster Bürgermeister Kümmersbruck)

(Bildquelle: Nadine Schlegl/ZV KVS Oberpfalz)

(vl)