Amberg: Missbrauchs-Prozess eröffnet

Am Amberger Landgericht war heute Prozessauftakt für den Fall eines 42-Jährigen aus Neustadt an der Waldnaab. Der Vorwurf lautet auf sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Die Vorfälle ereigneten sich in den Jahren 2009 bis 2017. Allein von Frühjahr 2015 bis Sommer 2016 soll er eine Jugendliche, deren Schutzbefohlener er war, zu Geschlechts- und Oralverkehr genötigt haben.

Laut Staatsanwaltschaft habe er damit gedroht, mit ihrer Mutter Schluss zu machen, wenn sie seinen sexuellen Wünschen nicht nachkommt. Die Jugendliche ließ sich darauf ein, weil sie bei einer Trennung ihrer Mutter vom Angeklagten eine weitere Verwahrlosung ihrer Mutter befürchtete.

Der Prozessauftakt war in Amberg, weil dort die technischen Voraussetzungen einer Videoübertragung in einen Nebenraum gegeben sind. Der Angeklagte sollte nämlich den Gerichtssaal verlassen, während die Zeugen befragt wurden, die eine direkte Konfrontation mit dem Angeklagten ablehnten.

Der Angeklagte räumte die Taten in vollem Umfang ein. Ihm wurde nach einem Verständigungsgespräch eine Strafe zwischen 5 und 6 Jahren in Aussicht gestellt.

Der Prozess wird morgen in Weiden fortgesetzt. Das Urteil wird am Freitag erwartet. (tb)