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Amberg: Neues Messstellenbetriebsgesetz

Vor zwei Jahren ist das Messstellenbetriebsgesetz als Begriff eingeführt worden, als die Digitalisierung der Energiewende gesetzlich verankert wurde. Für größere Stromabnehmer ergibt sich dabei die Änderung, dass sie ein sogenanntes intelligentes Messsystem installieren müssen. Da das Gerät aber laut Martin Malitzka von den Stadtwerken Amberg noch nicht auf dm Markt ist, wird es noch einige Zeit dauern, bis das Gerät verpflichtend wird.

Die Grenze für das intelligente Messsystem liegt bei 6.000 Kilowattstunden Verbrauch pro Jahr. Sollten Stromkunden etwas darüber liegen, dann empfehle sich eine Energieberatung, so Thomas Großer, der bei den Stadtwerken Amberg auch Energieberater ist. So könnten die Zusatzkosten für das intelligente Messsystem in Höhe von mindestens 80 Euro jährlich vermieden werden.

Die normalen Stromkunden werden laut Michael Bieda eine deutlich kostengünstigere moderne Messeinrichtung bekommen. Mit dieser kann der aktuelle Stromverbrauch abgelesen werden. Maßnahmen, um Energie zu sparen, müsse der Kunde aber selbst umsetzen. Aber auch dieses Gerät wird wohl noch einige Jahre auf sich warten lassen, obwohl es schon Marktreife erlangt habe, heißt es bei den Stadtwerken.

Die Stadtwerke Amberg waren übrigens die ersten Energieversorger in Deutschland, die die Kunden über das Messstellenbetriebsgesetz informiert haben. Für weitere Infos zu diesem Thema stünden die Berater der Stadtwerke zur Verfügung, heißt es in einer Pressemitteilung.
(tb)