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Amberg: Neues vom Juweliers-Prozess

Überfallen, gefesselt, geschlagen, ausgeraubt. Es war ein Martyrium das das Amberger Unternehmer-Ehepaar Tsavaris im Juli 2017 durchlitten hat. Sechs Männer sollen an dem Überfall auf das Juwelier-Geschäft beteiligt gewesen sein. Drei Männer, die im Geschäft zugeschlagen haben sollen, sind kurz nach der Tat festgenommen worden. Zwei weitere wurden kürzlich geschnappt, nach dem sechsten wird noch gesucht. Derzeit läuft vor dem Landgericht Amberg unter Vorsitz von Harald Riedl der Prozess, der die Geschehnisse vom Juli 2017 aufdecken soll.

Am vierten Verhandlungstag stand heute die Vernehmung von zwei weiteren Verdächtigen im Mittelpunkt. Die 28 und 32 Jahre alten Landsleute waren zusammen mit dem Trio angereist und sind kürzlich in Litauen festgenommen worden.

Heute wurden die beiden mutmaßlichen Komplizen als Zeugen vernommen. Beide wollen aussagen, der 28-jährige Mechatroniker will sich allerdings erst zuvor mit seinem Anwalt besprechen. Der Fahrer des Autos, mit dem die mutmaßlichen Räuber von Litauen nach Amberg gekommen sind, erzählte heute dagegen unterschiedliche Versionen über die Fahrt – keine einzige davon beinhaltete den Raubüberfall. Er stellte die Fahrt als harmlose Ausflugsfahrt dar.

Der Prozess wird voraussichtlich am 17. Mai fortgesetzt. (gb)