Amberg: Positive Zeichen für Grammer-Übernahme

Proteste wie im vergangenen Jahr hat es bei der diesjährigen Hauptversammlung der Grammer AG nicht gegeben. Gebrodelt hat es während der Versammlung aber trotzdem.

Rechtsanwalt Franz Enderle stellte den Antrag, den Versammlungsleiter Dr. Klaus Probst abzusetzen. Dieser habe die Aktionäre im vergangenen Jahr belogen. Ferner habe er dieses Jahr einen Tagesordnungspunkt einfach abgesetzt. Dies sei aber nur mit der Mehrheit der Aktionäre möglich. Der Antrag wurde mit etwas mehr als 61 Prozent abgelehnt.

Ansonsten wurden viele Fragen zum Geschäftsjahr gestellt und zu den künftigen Investitionen und Engagements der Grammer AG. Die Geschäftszahlen sehen dabei sehr gut aus. Aufsichtsratsvorsitzender Hartmut Müller sprach von 1,78 Milliarden Euro Umsatz. Für dieses Jahr rechnet er sogar mit mehr als 1,8 Milliarden Euro.

Beleuchtet wurde dabei auch die freundliche Übernahme durch die chinesische Firma Ningbo Jifeng. Die Rahmenvereinbarungen wurden dabei sowohl von der IG Metall als auch von den Verantwortlichen der Grammer AG als überaus positiv dargestellt. Name und Sitz bleiben demnach erhalten. Das Unternehmen bleibe unabhängig und auch an der Zusammensetzung des Vorstands ändere sich nichts. Es werde auch keinen Abfluss von Know-how geben, so Hartmut Müller.

Die Chinesen haben für die Aktien das Angebot 61,25 Euro abgegeben. Damit wollten sich nicht alle Aktionäre zufrieden geben. Bei Redaktionsschluss am späten Nachmittag war die Generaldebatte im Amberger Congress Centrum immer noch nicht beendet.(tb)