Amberg: Prozess nach Messerattacke im Asylbewerberheim

Vor dem Amberger Landgericht muss sich zurzeit ein 20-jähriger Iraker wegen versuchten Totschlags verantworten. Als in einer Amberger Asylbewerberunterkunft ein Streit eskalierte, soll der junge Mann mit dem Messer zugestochen haben.

Zum einen Richtung Halsbereich – ein Angriff, der abgewehrt werden konnte – und zum anderen in Richtung Brust. Der angegriffene Asylbewerber sei nur leict verletzt gewesen. Dennoch ist der Iraker des versuchten Totschlags angeklagt, weil der Stich auch hätte tödlich verlaufen können. Das Messer traf jedoch das Brustbein.

Die Verhandlung gestaltet sich bis jetzt schwierig. Einige Zeugen erschienen nicht vor Gericht, weil sie nicht greifbar waren. Und zum anderen bestreitet der Angeklagte, überhaupt ein Messer in der Hand gehabt zu haben. Ein Entlastungszeuge muss erneut geladen werden, weil sich dieser nicht mehr in Amberg befindet. Dieser Entlastungszeuge hätte heute vor Gericht erscheinen sollen.

Es sind noch weitere 4 Prozesstage angesetzt. Am 9. Februar soll nach jetzigem Stand der Dinge das Urteil gesprochen werden. (tb)