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Amberg/Schwandorf: Warnstreiks der IG Metall in ganz Bayern

6 Prozent mehr Lohn und Ausbildungsvergütung für zwölf Monate und zudem sollen alle Beschäftigten einen Anspruch darauf haben, ihre Wochenarbeitszeit in bestimmten Lebenssituationen bis zu zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden zu reduzieren. Das fordert die IG Metall. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, ruft die IG Metall in ganz Bayern in den kommenden Tagen und Wochen zu Warnstreiks auf. Gestern Nachmittag machten auch die Beschäftigten bei Benteler in Schwandorf mit. Aber auch bei Siemens in Amberg legte die Belegschaft heute Vormittag zeitweise die Arbeit nieder.

Derzeit gehen laut dem 1. Bevollmächtigten der IG Metall Amberg, Horst Ott, die Forderungen der Arbeitnehmer und das Gegenangebot der Arbeitgeber noch sehr weit auseinander gehen. Wenn man das ganze gegen rechne, sagt Ott, komme man auf -2 Prozent Lohnänderung. Das sei für die Arbeitnehmer natürlich inakzeptabel, weshalb jetzt bayernweit zwei Warnstreik-Wellen geplant sind. Sollte das zu keiner Einigung führen, wolle man die nächste Stufe zünden: 24 Stunden Streiks in ausgewählten bayerischen Betrieben.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 15. Januar angesetzt. (ac)