Amberg: Situation am Klinikum entspannt sich leicht

Die Situation am Klinikum St. Marien in Amberg entspannt sich leicht. Das sei auch einer hohen Impfquote bei den Mitarbeitern zu verdanken.

21 stationäre Patienten mit einer bestätigten Covid-Infektion werden aktuell im Klinikum St. Marien Amberg stationär behandelt. Neun davon intensivmedizinisch, bei 19 Patienten ist die britische Mutation nachgewiesen. Ab Mitte Februar war die Zahl der Covid-Patienten kontinuierlich angestiegen bis zu einem Höchststand von 46 Patienten vor knapp drei Wochen. So viele wie noch nie.

Das Klinikum Amberg reagiert sehr umsichtig auf sämtliche Entwicklungen im Infektionsgeschehen und das seit Beginn der Pandemie. „Wir haben es mit einer sehr dynamischen Situation zu tun, jeden Tag kann sich theoretisch etwas ändern. Vorbereitet darauf waren wir zu jeder Zeit“, betont Vorstand Manfred Wendl. „Transparenz und Offenheit ist in so einer Ausnahmesituation das Wichtigste. Zwei Komponenten, die eine Vertrauensbasis zwischen uns, unseren Mitarbeitern und unseren Patienten schaffen.“

Seit März letzten Jahres ist der Krisenstab des Klinikums einberufen, der seitdem mehrmals wöchentlich tagt. „Ob es Maßnahmen in Bezug auf unsere Besuchsregelung oder auf Dienstpläne unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind, all das dient nach wie vor der Reduzierung von Infektionen und der Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung für die Bevölkerung.“

Allerdings sind es Maßnahmen, die für einige nur schwer zu akzeptieren sind. Vermehrt hat das Klinikum festgestellt, dass sich Besucher über den Patientengarten Zutritt zum Klinikum verschaffen.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass das unbefugte Betreten über den Patientengarten als Verstoß gegen die Infektionsschutzregelungen sowie als Hausfriedensbruch gilt. Solche Verstöße werden wir zukünftig zur Anzeige bringen. Wir sehen natürlich die Not, die sich hinter solchen Verhaltensweisen verbirgt und wir werden versuchen bei einem Rückgang der Inzidenzen sehr schnell darauf zu reagieren, damit Patienten auch wieder besucht werden können.

Manfred Wendl, Vorstand Klinikum St. Marien Amberg

Hohe Impfquote bei Mitarbeitern
„Die Inzidenzen in der Region liegen auf einem konstant hohen Niveau. Erfreulicherweise ist die Zahl der an Covid erkrankten Patienten im Klinikum wieder deutlich gesunken. Wir hoffen, dass wir keine erneute Zunahme der Covid-Patienten haben“, so Wendl.

Auch die Impfquote bei den Mitarbeitern zeigt Wirkung. Es gibt kaum noch Mitarbeiter, die aufgrund von Corona nicht einsatzfähig sind. Rund 1.460 von insgesamt 1.952 Mitarbeitern sind geimpft oder haben einen Schutz vor einer Infektion, da sie bereits eine Infektion durchgemacht haben. Das entspricht rund 75 Prozent aller Beschäftigten. Beides trägt zu einem hohen Immunitätsstatus der Mitarbeiter innerhalb des Klinikums bei.

(vl)