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Amberg: Stadtrat beschließt Lösung für Linde

Die Entwicklung einer Stadt voranbringen, das Anliegen eines Stadtrates auch in Amberg. Doch bei manchen Themen ist sich der Amberger Stadtrat uneins was tatsächlich die beste Lösung für die Stadt ist, so gestern Abend. Es herrschte reger Diskussionsbedarf beim Thema: Seniorenbeirat Ja oder Nein.

Und auch bei den Bürgern, wenn es um das Thema Umrüstung der Straßenleuchten auf LED-Technik geht.

Trotz Diskussionsstoff gibt es aber auch eine gute Nachricht, denn es gibt sie endlich: Eine Lösung für die Linde am Amberger Marktplatz. Mit zwei Gegenstimmen von Amberger Bunt hat der Amberger Stadtrat gestern Abend beschlossen, die bisherige Rundbank wird künftig durch eine Viertelrundbank entlang des Brunnens ersetzt. An der Wendeltreppe sind zwei weitere Bänke vorgesehen. Damit gebe es laut Oberbürgermeister Michael Cerny knapp 12 Sitzplätze, genauso viele wie vorher.

Josef Lorenz von Amberger Bunt dagegen hätte sich eine adäquate Lösung gewünscht, heißt: Die Viertelrundbank näher zur bisherigen Bank zu rücken, um den Besuchern mehr Schatten zu ermöglichen.

Weiteres großes Thema Streitthema zwischen SPD und CSU: Seniorenbeirat Ja oder Nein! Bereits im September 2016 hat die SPD-Fraktion einen Antrag eingereicht, einen Seniorenbeirat einzurichten. Doch dieser Antrag wurde gestern vom Stadtrat mehrheitlich abgelehnt. Laut Dieter Mußemann, CSU-Fraktionsvorsitzender, sei der Stadtrat damit lediglich der Meinung des bestehenden Seniorenforums gefolgt. Denn dort hätten sich 92 Prozent der Senioren gegen einen Beirat ausgesprochen.

Und auch die Umrüstung der Straßenleuchten auf LED war gestern Abend ein Aufreger, besonders bei den Bürgern. Die kritisieren: Die LED-Lampen seien viel zu dunkel, so dass teilweise gegenüberliegende Gehwege gar nicht mehr beleuchtet werden. Markus Kühne, Baureferent der Stadt Amberg, betonte: Die gemessenen Mindestwerte zwischen den Leuchten seien nicht anders als vor der Umrüstung.

Außerdem gab es Kritik von Seiten der Bürger zu den Bereichen, in denen niedrige Masthöhen und zu große Mastabstände zusammentreffen. In solchen Fällen hätte bereits die alte Straßenbeleuchtung nicht die Vorgaben der Norm erreicht. Hier werde das Tiefbauamt im Einzelfall Maßnahmen zur punktuellen Nachbesserung prüfen, so Markus Kühne.

Man werde die Kritik ernst nehmen und wo es nötig sei nachrüsten.

Bisher seien knapp 1.500 von insgesamt 6.300 Lampen umgerüstet. Bis zur Jahresmitte sollen alle Leuchten umgerüstet sein. (sd)