Amberg: Stadtrat beschließt mehrheitlich Bebauungsplan für Bürgerspitalareal

Mit neun Gegenstimmen wurde gestern Abend mehrheitlich in der Stadtratssitzung der Bebauungsplan für das Bürgerspitalareal in Amberg beschlossen.

 

Von einer unwiderruflichen Schädigung der Altstadt sogar von einem „Denkmal der Stadtbeschädigung“ spricht Stadtplaner Prof. Dr. Rolf Monheim. Es geht um den Bebauungsplan des Bürgerspitalareals in Amberg. Mit einem offenen Brief hat er sich an den Amberger Stadtrat gewandt. Zuvor hatte ihn die IG Menschengerechte Stadt zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Bürgerspitalareal mit dem Titel „‘S pressiert“ eingeladen.

 

Und die IG Menschengerechte Stadt gibt nicht auf. So hat die Interessensgemeinschaft einen Flashmob auf dem Marktplatz organisiert. Es scheint als ob hier noch einmal alle Kräfte mobilisiert worden sind, um die Abstimmung des Stadtrates abzuwenden. Denn der hat gestern Abend eine halbe Stunde später in seiner Sitzung über den Bebauungsplan für das Bürgerspitalareal abgestimmt. Doch der Abstimmung vorangegangen war eine Diskussion, die mehr als eine Stunde andauerte. Mit neun Gegenstimmen stimmte der Stadtrat dann mehrheitlich für den Bebauungsplan.

 

Bereits in der Podiumsdiskussion hat die IG Menschengerechte Stadt angekündigt: Zu spät ist es definitiv nicht und beschließt der Amberger Stadtrat den Bebauungsplan für das Bürgerspitalareal mehrheitlich, droht die IG mit einer Normenkontrollklage.

Seit Jahren sorgt dieses Thema jetzt schon für regen Diskussionsstoff. Nicht nur im Stadtrat, sondern auch unter den Bürgern. Noch nie habe es ein Verfahren mit so hoher Bürgerbeteiligung gegeben, erwähnte Oberbürgermeister Michael Cerny bei der letzten Bauausschusssitzung. Dort hat der Bauausschuss mehrheitlich mit 8:2 Stimmen die Empfehlung an den Amberger Stadtrat gegeben, dem Bebauungsplan für das Bürgerspitalareal zuzustimmen. Der sieht laut Beschlussvorlage das Einfahrtsbauwerk der Tiefgarage in der Bahnhofstraße vor sowie die Tiefgaragenausfahrt in die Ziegelgasse.

 

Die baurechtlichen Voraussetzungen sind mit der Abstimmung geschaffen. Jetzt liegt es am Investor einen Bauantrag zu stellen. Zu dem hat er sich im Rahmen des Wettbewerbs verpflichtet, so Oberbürgermeister Michael Cerny.

(sd)