Amberg: Stufenkonzept des Klinikums zur Aufnahme des Regulärbetriebs

Das Klinikum St. Marien in Amberg hat einen Stufenplan ausgearbeitet, mit dem es in den kommenden Wochen den Regulärbetrieb wieder aufnehmen will. Das Klinikum wird dann wieder das gesamte Behandlungsspektrum anbieten, sodass auch ambulante Patienten wieder untersucht und behandelt werden können.

Dennoch werden verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und Patienten auch in den kommenden Wochen aufrecht erhalten bleiben. Darunter fällt beispielsweise das Screening aller Patienten und Besucher. Außerdem muss auch die Anzahl der Patienten in den Ambulanzen und Untersuchungsbereichen beschränkt werden, um die Abstandsregelung einzuhalten.

Aktuell seien die Zahlen der Infizierten überschaubar, so Manfred Wendl, Vorstand des Klinikums. Befänden sich doch drei bestätigte Coronafälle im Klinikum, von denen ein Fall auf intensivmedizinische Behandlung angewiesen ist. Fünf Verdachtsfälle gebe es zusätzlich. Dennoch können in den nächsten Monaten nicht alle Behandlungen und Operationen uneingeschränkt stattfinden, da aufgrund der Vorgaben der Allgemeinverfügung des Freistaates Bayern weiterhin Kapazitäten für die Versorgung von Covid-Patienten freigehalten werden müssen.

Wir sind in der Lage unseren gesamten Betrieb langsam hochzufahren und sukzessive unsere OP-Säle wieder für elektive, d.h. planbare Operationen zu nutzen. Dazu wurden bereits von allen Verantwortlichen Regelungen zur Vorgehensweise im OP-Saal und zu den notwendigen Hygienemaßnahmen festgelegt.

(Manfred Wendl, Vorstand Klinikum St. Marien Amberg)

Vorerst sieht der Plan für die kommenden Wochen so aus:

– Schmerztagesklinik:

Die Schmerztagesklinik hat bereits ihren Betrieb wieder aufgenommen. Die Therapie erfolgt unter Einhaltung strenger Hygieneregeln mit Mund-Nasen-Schutz und Einhaltung des Abstands, was zu einer reduzierten Zahl an Therapieplätzen führt. In der Woche vor der Aufnahme werden die Patienten auf eine Covid-19-Infektion getestet. In der Schmerzambulanz ist die Zahl der Patientenkontakte aus dem gleichen Grund weiterhin eingeschränkt, so dass zum Teil weiterhin ersatzweise eine Telefonsprechstunde angeboten wird.

– Schlaflabor:

Ab dem 15. Juni nimmt auch das Schlaflabor seinen Betrieb wieder auf. Zum Schutz der Patienten gelten auch in diesem Bereich die notwendigen Maßnahmen analog dem Betrieb im Klinikum. Für die Einbestellungen im Schlaflabor werden die Patienten kontaktiert. Hier wird auch ein Termin für die Testung vereinbart. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits.

 

(vl)