Amberg-Sulzbach: Impfungen in zweithöchster Prioritätsgruppe beginnt

Heute hat der BRK-Kreisverband Amberg-Sulzbach in seinen Impfzentren in Amberg und Sulzbach-Rosenberg erstmals Personen der sogenannten zweiten Gruppe mit einem Impfanspruch hoher Priorität nach §3 Coronavirus-Impfverordnung geimpft. Inzwischen hat jeder online oder telefonisch registrierter Mensch unter 65 Jahren, die der höchstpriorisierten Gruppe angehört, bereits ein Impfangebot erhalten.

Der BRK-Kreisverband Amberg-Sulzbach betreibt im Auftrag der Stadt Amberg und des Landkreises Amberg-Sulzbach die Impfzentren in der Stadt Amberg und dem Landkreis Amberg-Sulzbach. Die Registrierung zur Terminvergabe ist online unter www.impfzentren.bayern und telefonisch unter 09621/16229-7100 möglich. Heute wurde ein weiterer Meilenstein erreicht: Erstmals können Menschen der sogenannten zweiten Impfgruppe, die nach §3 CoronavirusImpfverordnung einen Impfanspruch hoher Priorität haben, eingeladen werden. Das sind im Wesentlichen folgende Personengruppen:

• Personen mit einem hohen Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf, z.B. solche mit Trisomie 21 oder Demenz
• Enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen mit einer solchen Erkrankung oder von pflegebedürftigen Personen ab 70 Jahren
• Medizinisches Personal mit unmittelbarem Patientenkontakt, z.B. in Facharztpraxen
• Polizei und Ordnungskräfte • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsämter

Eingeladen werden hier diejenigen, die jünger als 65 Jahre sind. Da der vor wenigen Wochen zugelassene Impfstoff von AstraZeneca nur bei solchen Menschen zum Einsatz kommen darf, konnte in dieser Altersgruppe die Impfung der am höchsten priorisierten Gruppe schneller abgeschlossen werden als in der Altersgruppe der Senioren.

In der Altersgruppe über 65 Jahre rechnet der BRK-Kreisverband Amberg-Sulzbach damit, bis etwa Mitte März alle Impfansprüche höchster Priorität bedienen zu können.

Es mag auf den ersten Blick befremdlich erscheinen, aber weil ein wesentlicher Teil unseres Impfstoffzulaufs nicht für die Gruppe der hochbetagten Menschen verwendet werden darf, kommen wir bei den Impfungen jüngerer Personen schneller voran als bei den Senioren. Dadurch können auch auf den ersten Blick schwer nachvollziehbare Situationen entstehen, zum Beispiel wenn der 60-jährige Sohn, der seine 87-jährige Mutter zuhause pflegt und von ihr als Kontaktperson benannt wurde, selbst früher geimpft wird als seine pflegebedürftige Mutter. Das ist aber kein Fehler, sondern durch die unterschiedliche Verfügbarkeit der Impfstoffe begründet.

Sebastian Schaller, BRK-Kreisgeschäftsführer Amberg-Sulzbach

Der Amberg-Sulzbacher Landrat Richard Reisinger reagierte positiv auf den Impffortschritt: „Das ist eine gute Nachricht für unsere Region und ein bedeutender Schritt für unsere Impfstrategie. Je mehr Menschen geimpft sind, desto besser kommen wir in der Pandemiebekämpfung voran“.

Der Amberger Oberbürgermeister Michal Cerny blickt positiv in die Zukunft: „Je mehr Menschen vor dem Virus geschützt sind, desto mehr Freiheiten werden wir auch zurückerobern können. Ein herzliches Dankeschön an den BRK-Kreisverband für diesen herausfordernden Einsatz. Hier wird aktuell alles getan, um alle Bürgerinnen und Bürger, die geimpft werden wollen, auch auf schnellstem Wege mit dem Impfstoff zu versorgen.“

(vl)