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Amberg: Übung für den Ernstfall

Die Health Clinic der US-Armee und das Klinikum St. Marien Amberg haben am Samstag eine gemeinsame Übung für den Ernstfall abgehalten. Das Schockraumtraining sollte die Kommunikation und Abläufe verbessern und trainieren. Die Szenerie dafür war spektakulär: am Truppenübungsplatz wurde eine Explosion inszeniert, bei der zwei Soldaten schwer verletzt wurden. Verletzungen, die im Klinikum St. Marien Amberg besser behandelt werden konnten, als am Truppenübungsplatz selbst.

Mit dem Black Hawk, einem amerikanischen Transporthubschrauber, wurden beide Patienten gleichzeitig nach Amberg geflogen. Dort hatte sich ein Team von etwa 20 Medizinern bereits auf deren Eintreffen vorbereitet. Bei beiden fiktiven Patienten lagen Polytraumata vor, einer schwebte in Lebensgefahr. Sie wurden in den Schockräumen des Klinikums behandelt. Dabei ging es um die Erstdiagnostik und die Stabilisierung. Alle Vorgänge im Schockraum wurden live in einen Besprechungsraum übertragen, damit alle Teilnehmer das Geschehen verfolgen konnten.

Kommentiert wurde es von Medizinern des Klinikums St. Marien. Lieutenant Colonel Shannon Shaw, die Kommandantin der US Health Clinic in Grafenwöhr, bewertete die Übung positiv. Sie stärke das Vertrauen untereinander und zu den eigenen Fähigkeiten, sagte sie. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Kliniken sei insgesamt sehr eng und gut. Man wisse, dass man im Ernstfall einen guten Partner habe, sagte Shaw. (eg)