Amberg: Unterwegs mit der „Igelpäpplerin“

Beim Spaziergang, beim Wandern oder doch im eigenen Garten: Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich einen Igel finde? Oder viel wichtiger: Wie erkenne ich überhaupt, ob der Igel verletzt oder krank ist und meine Hilfe braucht? Fragen über Fragen, für die wir eine Antwort gesucht haben.

Nachgefragt haben wir bei Claudia Fleck. Die Ambergerin päppelt bereits seit 18 Jahren verlassene, kranke oder verletzte Igel auf. Sie weiß, worauf es in dieser Situation ankommt. Nur mit dem Aufsammeln ist es nämlich noch lange nicht getan. Eine pauschale Lösung, wie es dann weitergeht, die gebe es nicht. Viele Faktoren spielen hier eine Rolle: Wie alt ist der Igel? In welchem Zustand ist er? Ist er verletzt? Ist er krank? Deshalb sei es auch wichtig, sollte man tatsächlich einen Igel finden, der Hilfe braucht, diesen dann am besten in kompetente Hände zu geben.

Auch im eigenen Garten könne man viel für Igel tun. Da Igel keine reinen Waldbewohner sind, sondern eher Mischgebiete bevorzugen, machen sie es sich oft auch in Gärten oder Schrebergarten-Siedlungen heimisch. Hier können aber viele Gefahren lauern: Mähroboter, Steingärten, Insektensterben, Klimawandel und dadurch Probleme beim Winterschlaf. Die Lebensbedingungen für Igel hätten sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert, so Claudia Fleck. (ac)