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Amberg: Gefängnis für die Juwelier-Räuber

Vor dem Amberger Landgericht ist heute der Prozess gegen drei Litauer zu Ende gegangen, die beschuldigt worden waren, ein Amberger Juweliergeschäft überfallen und das Unternehmerehepaar Tsavaris verletzt zu haben. Das Trio ist am Nachmittag des besonders schweren Raubs und der gefährlichen Körperverletzung für schuldig befunden worden.
Der 29-jährige Haupttäter ist zu acht Jahren Gefängnis, der 36-jährige Mitangeklagte zu sieben Jahren verurteilt worden. Beiden wird die Chance auf eine Therapie gegen ihre Drogensucht gegeben, was enorme Hafterleichterungen mit sich bringt.
Der zum Tatzeitpunkt erst 19-jährige dritte Angeklagte wurde zu drei Jahren Jugendhaft verurteilt. Der vorsitzende Richter Harald Riedl begründete das mit „erheblichen Reiferückständen“ des heute 20-Jährigen. Zudem habe dieser maßgeblich an der Aufklärung des Falles mitgearbeitet.
Der am 31. Juli 2017 überfallene, niedergeschlagene, gefesselte und ausgeraubte Juwelier Johannes Tsavaris reagierte besonders auf diesen Schuldspruch mit Unverständnis. Auch der Heranwachsende habe ihm übel zugesetzt. Drei Jahre sei zu wenig.
Genugtuung empfindet der Juwelier nach dem heutigen Urteil generell nicht. „Wer so etwas durchgemacht hat, für den gibt es keine Genugtuung“.
(gb)