Amberg: Urteil im Vergewaltigungsprozess gefallen

10 Jahre – so lautet das Urteil gegen einen jungen Mann aus Mali, der am 13. Mai vergangenen Jahres eine Frau in Maxhütte-Haidhof brutal vergewaltigt hat. Er hatte sie mit dem Messer bedroht und gesagt, er werde sie abstechen wie ein Schwein, wenn sie nicht ruhig sei und nicht mache, was er wolle.

Mit den 10 Jahren wurde vom Gericht die Forderung der Staatsanwaltschaft bestätigt, die ebenfalls 10 Jahre forderte. Für Verteidiger Andreas Lösche ist das Urteil zu hart. In seinem Plädoyer forderte er ein mildes Urteil und hoffte, dass das Urteil im Bereich von 5 Jahren liegt. Am unteren Ende des Strafrahmens von 5 bis 15 Jahren sollte das Urteil liegen, sagte er gestern gegenüber OTV. Lösche will deshalb in Revision gehen.

Erwin Hubert, der Vertreter der Nebenklage, sagte in seinem Plädoyer, dass er heftig daran interessiert sei, dass der Angeklagte hart bestraft wird. Er zeigte sich nach dem Urteil zufrieden. Auch sein Adhäsionsantrag wurde im Urteil positiv beschieden. Der Angeklagte muss, sollte er in den kommenden 30 Jahren zu Geld kommen, 25.000 Euro Schmerzensgeld bezahlen.

(tb)