Oberpfalz TV

Amberg: Keine Zukunft für Bundeswehr in Amberg

300 Jahre Garnisionsstadt – Die Bundeswehr hat eine lange Geschichte in Amberg. Mit der endgültigen Schließung der Leopoldkaserne im April nächsten Jahres geht diese lange Tradition jedoch zu Ende. Das ist seit gestern bittere Gewissheit. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zerschlug bei ihrem Besuch in Amberg die letzten Hoffnungen.

Auf Nachfrage von Oberbürgermeister Michael Cerny, ob die Stadt in Zukunft eine Kompensation für die Schließung der Leopoldkaserne erhalte, begrub die Verteidigungsministerin auch die letzten Hoffnungen. Sie sagte, ihr sei natürlich bewusst, wie schwer und bitter das für Amberg sei. Sie wolle jedoch offen und ehrlich sein und somit keine falschen Hoffnungen wecken. Amberg sei nicht der einzige Standort den dieses harte Los treffe. Bei dem geplanten „Aufwuchs“ würden jedoch nur bestehende Bundeswehrstandorte berücksichtigt.

Trotz dieser schlechten Nachricht für die Stadt Amberg betonte sie, dass die Oberpfalz als Ganzes ein unverzichtbarer Standort und Partner für die Bundeswehr sei. Kaum eine Region in Deutschland verfüge über so viel Bundeswehrpräsenz wie die Oberpfalz.

Von Amberg als Wirtschaftsstandort zeigte sie sich ebenfalls beeindruckt. Mit 3% Arbeitslosen in der Stadt und 2,5% im Landkreis Amberg-Sulzbach, sei Amberg ein Musterbeispiel für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands in der vergangenen Legislaturperiode.

(ac)