Oberpfalz TV

Amberg: Weg frei für „Bausteine der Zukunft“

Die Entscheidung ist gefallen! Nach langwierigen Diskussionen und vielen Sitzungen der Stadtratsfraktionen sind die Weichen für die Entwicklung der Amberger Innenstadt nun gestellt.
Mehrheitlich wurden jetzt der Abriss und Neubau der Bahnhofstraße 12 sowie die Entkernung und Sanierung der Bahnhofstraße 10 beschlossen. Die Genehmigung wurde damit entgegen der Stellungnahme des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege erteilt. Letzteres lehnte in seiner Stellungnahme vom Januar 2017 die geplanten Abbrüche und die Neubebauung ab. Oberbürgermeister Michael Cerny betonte allerdings, dass eine Wiederbelebung des Gebäudes Bahnhofstraße 10 und 12 nur möglich sei, wenn eine tragwerks- und brandschutztechnische Verbesserung erfolge. Eine Sanierung der Bahnhofstraße 12 sei aufgrund des viel zu hohen Instandsetzungsaufwands ausgeschlossen worden.
Der Abriss könnte somit im Winter 2017 bzw. Frühjahr 2018 erfolgen, der endgültige Zeitpunkt hänge aber vom Ablauf der Mietverträge ab.

Und noch etwas ist neu: Die Ausfahrt der Tiefgarage Bürgerspital soll jetzt über den Spitalgraben erfolgen und nicht entlang der Wirtschaftsschule. Damit würden laut Cerny Nutzungskonflikte wie die Kreuzung des Ausfahrtsverkehrs mit der Fußgängerzone, Schülerlaufwegen sowie Anfahrtswegen und Anlieferungsflächen entschärft. Zudem werde der Verkehr in der bereits vorbelasteten Ziegelgasse entlastet. Mit dieser Lösung könne man leben, so Cerny. Und auch wenn die SPD-Fraktion das Ganze als unglückliche Lösung empfindet – so sei der Spitalgraben laut Fraktionsvorsitzender Birgit Fruth ein Nadelöhr – man trage die Entscheidung mit und stehe dazu.
Stellungnahmen wie von Seiten der Grünen ernteten fassungslose und verständnislose Gesichter.
Was die archäologischen Ausgrabungen auf dem Bürgerspitalareal betrifft, so stimmte der Stadtrat in seiner Sitzung einstimmig für eine Erhöhung der Mittel von rund 300.000 Euro. Laut Grünen sei jedes Mittel recht, um diese Funde zu erhalten und zu erforschen. CSU und SPD sprachen von einem verträglichen Maß. (sd)