Amberg: Weihnachtssitzung des Stadtrats

Ambergs Stadtrat hat sich zur letzten Sitzung des Jahres getroffen. Zur Diskussion standen Beschlüsse zur Pflegerkreuzung, der Bergwirtschaft und der Bebauung am Südhang: hier wurden die Empfehlungen aus dem Bauausschuss – meist einstimmig – durchgewinkt. Anschließend hat man traditionsgemäß auf das vergangene Jahr zurückgeblickt und Bilanz gezogen.

In der vergangenen Legislaturperiode sei vieles erfolgreich abgeschlossen worden, so Emilie Leithäuser in ihrer Rede als Stadtratsälteste. Sie verwies zum Beispiel auf das Landesamt für Pflege oder das neue Parkhaus an der Marienstraße. Doch auch Stillstand sei zu verzeichnen: Die Pläne für das Bürgerspitalareal von Investor Ten Brinke müssen aktuell überarbeitet werden. Emilie Leithäuser rief Ten Brinke auf, möglichst schnell die überarbeiteten Pläne einzureichen, damit das Vorhaben voran getrieben werden kann.

Beim ehemaligen Forum hingegen habe man kurzfristig eine sehr zukunftsträchtige Lösung gefunden, zog Oberbürgermeister Michael Cerny Bilanz. Der Stadtrat zeigte sich in seiner Jahresabschlusssitzung froh über die vielversprechenden Pläne. Unter dem neuen Namen „Drei Höfe“ sollen ein Hotel und Gastronomie sowie Handel in das Gebäude einziehen. 2020 sollen zunächst Rückbauarbeiten beginnen, die eigentliche Sanierung sollen dann Ende 2020 oder Anfang 2021 starten.

Lobende Worte hatte Michael Cerny für die gute und respektvolle Zusammenarbeit im Amberger Stadtrat. Mit Blick auf die Kommunalwahlen wünschte das Stadtoberhaupt sich auch weiterhin eine Politik, in der es um die Dinge der Stadt und nicht um persönliche Anfeindungen gehe.

Klimaschutzmanagerin Corinna Loewert stellte dem Stadtrat die Klimaschutzbilanz der Stadt von 2010 bis 2018 vor. Während in den kommunalen Liegenschaften Energie gespart und erneuerbare Energien ausgebaut werden konnten, zeichne sich dieser Trend auf die gesamte Stadt betrachtet nicht ab. Vor allem der Verkehrssektor beeinflusse die Treibhausgasbilanz negativ.

Mit Blick in die Zukunft beschloss der Stadtrat einstimmig ein Konzept zum nachhaltigen Bauen in Amberg, das Vorgaben für künftige Bebauungspläne festsetzt. Demnach soll zum Beispiel verstärkt mehrgeschossig gebaut und mehr Photovoltaikanlagen installiert werden. (az)