Amberg: Weltweite Aktion „One Billion Rising“

One Billion Rising – eine Milliarde erhebt sich. Die 2012  in New York initiierte weltweite Tanz- und Protestkampagne will auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen. Für jede Frau, die irgendwo auf der Welt unterdrückt, benachteiligt oder misshandelt wird, soll eine Frau an einem anderen Ort der Welt auf die Straße gehen.

Ein Zeichen der Solidarität, das im Februar 2017 in 200 Ländern gesetzt wurde. In Deutschland haben 170 Städte mitgemacht – am vergangenen Freitag auch Amberg.

Der Sozialdienst katholischer Frauen hat die Aktion in Amberg auf die Beine gestellt. Als Beratungsstelle und Hilfsdienst hat der SkF täglich mit Frauen zu tun, die vor allem von häuslicher Gewalt betroffen sind. Organisatorin Sabine Kreiner, die sich auch um Adoptionsfragen kümmert, liegt „One Billion Rising“ besonders am Herzen. Beim gemeinsamen Musikmachen entstehe eine besondere Kraft. So kämen „wir Frauen“ raus aus dem Opferverhalten, rein in Aktion und Zusammenhalt.

Auch Tanzlehrer Tom Scheimer ist begeistert von der Idee der Aktion. Mit Musik und Tanz könne man schließlich ein viel bewegenderes Zeichen gegen Gewalt setzen als mit Plakaten und Transparenten. Schon zum zweiten Mal konnte der SkF ihn für die Aktion gewinnen – mit seinen Zumbagruppen hatte er im Vorfeld eine Choreographie zu dem Aktions-Song „Break the Chain“ – zu deutsch „Brich die Ketten“ einstudiert. Auf dem Marktplatz tanzten aber dann nicht nur die, die geübt hatten, sondern alle, die Zeit und keine Skrupel hatten.

Für gute Stimmung sorgte außerdem die Trommelgruppe „Jalapenos“ aus Amberg. Sie weckten auch die Aufmerksamkeit vieler Passanten – die allesamt begeistert waren von der Aktion und sich gerne erheben wollten – als kleiner Teil einer ganzen Million, die sich weltweit für Frauenrechte stark gemacht hat. (jl)