Amberg: Debatte um Bürgerspitalbebauung

Die Gestaltung des Neubaukomplexes auf dem Bürgerspitalgelände in Ambergs Altstadt ist umstritten. Dennoch ist die Mehrheit im Stadtrat für das Projekt.

Das ist die Erkenntnis aus der Amberger Stadtratsitzung gestern Abend. Zwei Tagesordnungspunkte befassten sich mit dem Bürgerspitalgelände, das in bester Altstadtlage brach liegt.

Diskutiert wurde die zwischenzeitliche Nutzung der Freifläche für attraktive Angebote in der Stadt.

Dort könnte man doch in diesem Jahr etwa ein Riesenrad aufstellen und Stände, um einen über die Innenstadt verteilten Weihnachts- oder Wintermarkt zu bereichern.

Diese Idee hatten die Freien Wähler in Form eines Stadtratantrages. Doch eigentlich ist doch auf dem Gelände was ganz anderes geplant, ein Großprojekt des niederländischen Investors Ten Brinke.

Deshalb wurde die Idee der zwischenzeitlichen Nutzung letztlich auch wieder verworfen, doch die Pläne des Investors sind umstritten. Geplant ist ein Projekt mit viergeschossigem modernen Bau für Handel, Dienstleistungen und Wohnungen. Grüne, Freie Wähler und Liste Amberg sind grundsätzlich gegen diese Pläne, wie sich gestern Abend wieder zeigte. „Scheußlich, scheußlich scheußlich“, so die Kommentare. Das Vorhaben sei zu groß, zu hässlich und mit der Altstadt rundherum absolut unvereinbar.

Dennoch ist das 25-Millionen-Euro-Vorhaben, das Sieger in einem Wettbewerb geworden war, längst mit den Mehrheiten im Stadtrat beschlossen. Gestern ging es lediglich darum, dass die Pläne mit den überarbeiteten Gestaltungsentwürfen als Anlagen dem Kaufvertrag zwischen Stadt und Investor beigefügt werden dürfen. Dem wurde mit 27 gegen 13 Stimmen stattgegeben.

(gb)