Amberg: „Zu Fuß zur Schule“ für mehr Verkehrssicherheit

Sicherer als das Elterntaxi und dazu noch gesund und gut für die Umwelt – alles Vorteile, wenn Schüler zu Fuß zur Schule gehen. Darauf will eine Aktion des Zweckverbandes Kommunale Verkehrssicherheit aufmerksam machen.

503 Kinder sind im Jahr 2019 bei Unfällen auf dem Schulweg verletzt worden, ein Kind starb. So die Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik. Oft kritisiert werden in diesem Zusammenhang die sogenannten Elterntaxis. Sie wären zwar gut gemeint, würden den Schulweg aber eher gefährlicher machen. Um Kindern und Eltern das zu vermitteln, wurde nun in Amberg die Aktion „Zu Fuß zur Schule“ gestartet.

Zu Fuß zur Schule habe zahlreiche Vorteile
Bei der gemeinsamen Aktion des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit und dem Klimaschutzmanagement der Stadt Amberg soll den Schülern vermittelt werden, warum der Schulweg zu Fuß viele Vorteile hat. Das Elterntaxi hingegen sorge immer wieder für brenzlige Situationen, wie Marion Weigl, Rektorin an der Albert-Schweitzer-Grundschule, zu berichten weiß. An dem Kreisverkehr vor der Schule seien schon oft Unfälle nur knapp vermieden worden.

Zu Fuß zu gehen bringt den Kreislauf in Schwung, ist besser fürs Klima, sorgt für eine entspanntere Verkehrssituation vor der Schule – außerdem werden weniger Frösche überfahren, argumentieren die Schüler. Und Autofahren sei was für Faule. Zahlreiche Vorteile also, auf die mit der Amberger Aktion „Zu Fuß zur Schule“ aufmerksam gemacht werden soll.

Motivation durch den Zu-Fuß-Zur-Schule-Führerschein
Die Aktionsträger haben Infomaterial für den Unterricht erstellt, wie ein kleines Quiz oder auch ein Suchspiel. Um die Schüler zusätzlich zu motivieren, wird ihnen im Rahmen der Aktion ihr Verkehrswissen auch ganz offiziell bescheinigt: Mit dem Zu-Fuß-Zur-Schule-Führerschein.

Sechs Amberger Schulen sind mit an Bord. Bei den Kindern komme die Aktion gut an, so Rektorin Marion Weigl. Viele würden sowieso gerne zu Fuß gehen, um den Schulweg gemeinsam mit Freunden verbringen zu können. Aber auch die Eltern werden sensibilisiert. Man merke deutlich, wie die Menge an Autos vor der Schule abgenommen hat.

(az)