Andere Zeiten, neue Wege – wie junge Startups von der Krise profitieren

In jeder Krise gibt es Gewinner und Verlierer. Neuen Herausforderungen sahen sich in den letzten Monaten sehr viele Unternehmen gegenübergestellt. Alteingesessene, aber auch junge Startups mussten schauen, wie sie mit der neuen Situation umgehen, um möglichst weiterhin wirtschaftlich zu arbeiten.

In vielen Fällen war Kreativität gefragt und solang es möglich war, einen Großteil der Arbeit auf digitalen Wegen zu erledigen, war alles gut. Der Wechsel in das Home Office war für zahlreiche Arbeitnehmer im vergangenen Jahr der Beginn einer neuen Arbeitswelt in den heimischen vier Wänden. Nicht zu vergessen die rasante Zunahme im Bereich des online Shoppings, die nach wie vor anhält.

Kreativität bei jungen Unternehmen als Erfolgsrezept

Startups sind dafür bekannt, mit innovativen Ideen und neuen Ansätzen, sich erfolgreich am Markt zu etablieren. Dabei spielte schon immer die Vernetzung eine wesentliche und entscheidende Rolle. Die Nutzung der sozialen Medien stand für viele im Fokus, um möglichst schnell und zuverlässig neue Kunden zu werben. Nirgends anders ist die Reichweite so hoch, wie in den bekannten Netzwerken. Für ein junges Unternehmen ist es daher selbstverständlich, ein Profil auf Facebook, Instagram und Co zu haben. Auf diesem Weg erreichen sie schneller denn je interessierte Neukunden. Das Marketingkonzept dazu wird über einen langen Zeitraum akribisch zusammengesetzt, um nicht in den Massen unterzugehen. Schließlich sollte im Idealfall der Kunde mit nur einem Klick direkt auf der Seite des Unternehmens landen. Hier sind Jungunternehmer mehr als kreativ. Das Zusammenspiel zwischen, virtuellen Anreizen, sowie kurzen und aussagekräftigen Textbausteinen sind das Fundament. Die klassische Werbung, wie sie bisweilen über die TV Schirme flimmerte, erreicht nur einen Bruchteil potenzieller Kunden, so dass diese Maßnahmen kaum mehr ergriffen werden.

Online Shoppen beliebter denn je

Bereits mit dem ersten Lockdown zeichnete sich die Zunahme der online Bestellungen deutlich ab. Vielen Menschen, vor allem den Jüngeren, erschien das offline einkaufen nicht sonderlich ansprechend. Durch das Tragen der Masken und der strengen Auflagen, wichen sehr viele, verständlicher Weise, auf die online Shops aus. Das betrifft insbesondere Fachhandelsgeschäfte, die ein spezielles Angebot führen. Produkte, die vorzugsweise online bestellt werden, wie beispielsweise Shishas und das entsprechende Zubehör. Da der Konsum aktuell nur daheim und nicht wie zuvor in einer geselligen Runde stattfinden kann, interessieren sich zunehmend mehr Menschen für die Anschaffung dieser Wasserpfeife für den heimischen Gebrauch.

Doch auch im Lebensmittelbereich hat sich einiges getan. Selbst hier stehen Kunden online Bestellungen zur Verfügung, so dass sich rein theoretisch niemand zum Einkaufen aus dem Haus begeben müsste. Von diesem Trend profitieren online Händler, die sogar ihre Angebote teilweise erweitern, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden. Langfristig betrachtet, wird das online Shopping gegenüber dem klassischen Einkaufen zunehmen, selbst wenn es irgendwann wieder auf normalen Wege möglich ist. Allerdings bleiben dadurch die sozialen Kontakte deutlich begrenzt. Aktuell haben viele aus der Not eine Tugend gemacht, denn virtuelle Treffen boomen.

Wie sich das gesellschaftliche Leben auf die virtuelle Ebene verlagert

Das gesellschaftliche Leben hat sich drastisch verändert. Zusammenkünfte, Treffen oder gemeinsame Feiern sind nach wie vor nicht gestattet. Eine Grundidee für junge Startups um mit virtuellen Angeboten dennoch einen Ersatz bieten zu können. So sind beispielsweise virtuelle Geburtstagsfeiern möglich. Vielen sind Zoom Meetings inzwischen ein geläufiger Begriff. Allerdings eher im Zusammenhang mit Home Office und Homeschooling. Warum diese Technik nicht einmal dazu nutzen, um sich für einen besonderen Anlass online zu verabreden.

Hierzu kann ein Animateur gebucht werden, der ein unterhaltsames Programm bietet, für gute Stimmung sorgt und das eine oder andere Lächeln auf die Gesichter zaubert. Gerade für Kinder ist das eine schöne Möglichkeit, wenigstens ein bisschen den Ehrentag zu zelebrieren.

Natürlich kann das virtuelle Zusammentreffen die persönlichen Kontakte nicht ersetzen. Es ist jedoch eine Alternative, um diese Zeiten zu überbrücken. Selbiges funktioniert auch für den Junggesellenabschied oder als Anerkennung zu einer bestandenen Prüfung. Viele junge Unternehmen lassen sich diesbezüglich immer wieder etwas Neues einfallen und es wirkt wie ein kleines Licht am Ende des Tunnels. Mit Kreativität, einer zündende Idee und einer Handvoll Mut wagten Startups in diesen schweren Zeiten den Weg in die Selbstständigkeit, welche trotz der kritischen Lage belohnt wurde. Denn in der digitalen Welt ist nach wie vor viel Raum für Neues. Man muss nur herausfinden, was bei den Menschen ankommt und mit welchen Angeboten das Leben wieder ein klein wenig einfacher wird.

(Bildquelle: Pixabay)