Antikriegstag in Neunburg vorm Wald und Sulzbach-Rosenberg

„Nie Wieder Krieg“: Unter diesem Motto wurde in diesem Jahr bundesweit der Antikriegstag gefeiert. Auch in Neunburg vorm Wald und Sulzbach-Rosenberg wurde erinnert.

„Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass wir heute in Frieden leben“, so lautete der Leitsatz beim Antikriegstag in Neunburg vorm Wald. Anlässlich des Gedenktags, der bundesweit am 1. September begangen wird, wurde auch auf dem KZ-Gedenkfriedhof am Plattenberg an den Beginn des 2. Weltkrieges erinnert. Der Gedenkort in Neunburg sei sehr besonders, da hier an 615 Opfer der Todesmärsche von Flossenbürg gedacht werde, erklärt Organisator Franz Schindler. Es könne gar nicht genug erinnert und ermahnt werden. Es sei unsere Verantwortung dafür zu sorgen, dass so etwas wie vor 80 Jahren nie wieder vorkomme, so Schindler. Die meisten von uns hätten den Krieg gar nicht mehr miterlebt. Gerade deshalb sei Erinnern auch so wichtig, betont er. Statt einer Hauptrede wurden in diesem Jahr Gedichte gegen den Krieg vorgetragen.

Auch in Sulzbach-Rosenberg wurde am Mahnmal am Friedhofsberg an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Gedenktage wie der Antikriegstag seien auch heute noch lange nicht überflüssig. Wir alle müssen uns Antisemitismus, Rassismus und Faschismus immer und entschieden entgegenstellen, so Margit Reichl, 2. Bürgermeisterin von Neunburg vorm Wald. In Neunburg hatte das Schlusswort SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder. Sie machte noch einmal deutlich, dass wir alle in der Verantwortung stehen, den Frieden in unserem Land zu bewahren.

Zum Abschluss der Gedenkfeier wurde das Lied „Die Moorsoldaten“ gespielt. Das Lied wurde 1933 von KZ-Häftlingen geschrieben.

(lw)