Auffrischungsimpfungen im Amberg-Sulzbacher Land

Ab 18. August werden in der Stadt Amberg und dem Landkreis Amberg-Sulzbach für bestimmte Gruppen Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus angeboten.

Am 9. August beschloss die Gesundheitsministerkonferenz, dass ab September diesen Jahres für bestimmte Personengruppen Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus angeboten werden sollen. Der Freistaat Bayern bat seine Impfzentren wenig später, frühestmöglich, auch vor dem September, mit diesen Auffrischungsimpfungen zu beginnen.

In der Stadt Amberg und dem Landkreis Amberg-Sulzbach beginnen die Auffrischungsimpfungen am 18. August 2021. Geimpft werden folgende Personengruppen:

• Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe, Behinderteneinrichtungen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften
• Patienten mit Immunschwäche oder Immunsuppression
• Pflegebedürftige, die zu Hause leben
• Personen ab 80 Jahren
• Personen, die eine vollständige Impfserie (Erst- und Zweitimpfung) mit dem Impfstoff von Astra Zeneca erhalten haben
• Personen, die die Impfung mit Johnson & Johnson erhalten haben

Die Auffrischungsimpfungen erfolgen jeweils mit dem mRNA-Impfstoff, der für die Erst- und Zweitimpfung verwendet wurde. Sind die Erst- und Zweitimpfungen mit AstraZeneca oder Johnson & Johnson erfolgt, geschieht die Auffrischungsimpfung mit einem der beiden verfügbaren mRNA-Impfstoffen von BioNTech oder Moderna.

Die Auffrischungsimpfungen dienen dem Zweck, den Impfschutz derjenigen Personengruppen zu verbessern, bei denen man annimmt, dass sie schlechter als die Mehrheit vor den Gefahren der Delta-Variante geschützt sind. Bei älteren Menschen und Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem geht man davon aus, dass der Impfschutz sechs Monate nach der Zweitimpfung wesentlich abnimmt. Bei den Impfstoffen von AstraZeneca und Johnson & Johnson wird von einer reduzierten Wirksamkeit gegen die Delta-Variante ausgegangen, weshalb auch hier eine zusätzliche Impfung sinnvoll erscheint.

Die Auffrischungsimpfung erfolgt frühestens sechs Monate nach der Zweitimpfung bzw. bei Johnson & Johnson nach der einmaligen Erstimpfung. Für Bürger, die nicht zu den genannten Gruppen gehören, gibt es derzeit keine Hinweise auf eine wesentliche Abnahme des Impfschutzes. Aus diesem Grund werden für die breite Masse der Bevölkerung keine Auffrischungsimpfungen durchgeführt.

Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Behinderteneinrichtungen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften werden durch die mobilen Impfteams des BRK Kreisverbands Amberg-Sulzbach geimpft. Der Kreisverband hat mit den Einrichtungsleitungen bereits Kontakt aufgenommen und die Mitarbeiter der Impfzentren stehen auf Abruf breit.

Menschen mit einem Anspruch auf eine Auffrischungsimpfung, die nicht in einer Einrichtung leben, sollen nach den Planungen des Freistaats vorrangig von niedergelassenen Ärzten geimpft werden, auch, wenn sie die Erst- und Zweitimpfung in einem Impfzentrum erhalten haben. Sollte eine Impfung bei einem niedergelassenen Arzt unmöglich sein, kann jedoch in Ausnahmefällen über die Hotline der Impfzentren unter der Teelfonnummer 09621/16229-7100 ein Termin vereinbart werden.

Im Moment gibt es außerhalb der Alten- und Pflegeheime noch sehr wenige Personen in den besonders gefährdeten Gruppen, bei denen die Zweitimpfung mehr als sechs Monate zurückliegt. Kurz nach dem Jahreswechsel werden allerdings tausende Personen, die in der ersten Sonderimpfaktion mit Astra Zeneca geimpft wurden, eine Auffrischungsimpfung benötigen. Wir bitten diese Personen, sich frühzeitig um einen Impftermin bei den niedergelassenen Ärzten in Stadt und Landkreis zu bemühen. Voraussichtlich werden bis dahin die Kapazitäten der Impfzentren soweit heruntergefahren sein, dass wir nur einem sehr kleinen Teil dieser Menschen die Auffrischungsimpfung im Impfzentrum anbieten können.

Sebastian Schaller, BRK-Kreisgeschäftsführer Amberg-Sulzbach

Bürgermeister Martin Preuß ruft die angesprochenen Personengruppen dazu auf, von dem Angebot einer Auffrischungsimpfung regen Gebrauch zu machen: „Leider müssen wir Tag für Tag steigende Inzidenzwerte zur Kenntnis nehmen; die vierte Welle ist offensichtlich im Anrollen“. Wer sich jetzt impfen lasse, schütze sein eigenes Leben und leiste zudem einen wichtigen solidarischen Beitrag für die Gesellschaft, so der 2. Bürgermeister der Stadt Amberg.

Auch Landrat Richard Reisinger begrüßt den Beginn der Auffrischungsimpfungen: „Rückblickend wissen wir, dass es in Senioren- und Pflegeeinrichtungen die meisten schweren und tödlichen COVID-19-Verläufe gab. Besserung haben wir vor allem durch die Corona-Schutzimpfungen erreicht, deshalb liegt unser Augenmerk nun erneut auf den besonders gefährdeten Gruppen. Mit den Auffrischungsimpfungen können wir die Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Pflegeeinrichtungen besser schützen.“

(vl)