Bad Neualbenreuth: Pläne für die Zukunft

Über mehr als zehn Jahre hinweg gab es in der Oberpfalz nur ein einziges staatlich anerkanntes Heilbad: Nämlich Bad Kötzting im Landkreis Cham. Doch seit diesem Monat kann noch eine weitere Kommune sich mit dem Zusatz „Bad“ im Namen schmücken: Nämlich Neualbenreuth. Die Freude nach der Anerkennung war in dem Kurort groß – und die Pläne und Verantwortung sind es ebenso.

Auch noch jetzt, knapp zwei Wochen nach der freudigen Nachricht, ist die Erleichterung zu spüren. Man habe für die Bewerbung einige Punkte erfüllen müssen, so die Erzählungen von unter anderem Bürgermeister Klaus Meyer. Umso größer nun die Freude, dass es mit dem Prädikat geklappt hat. Er erhoffe sich dadurch eine gewisse Aufmerksamkeit, sowie steigende Übernachtungszahlen. Doch damit sei vor allem auch der Anspruch verbunden, die Identität des naturnahen Bades zu wahren, betont er.
Insgesamt wolle man die Natur der Region mehr ins Bewusstsein rücken. In diese Richtung geht auch das Projekt „Wald und Gesundheit“, dass die Gemeinde im kommenden Jahr umsetzen möchte. Das geht in die Richtung des „Waldbadens“, derzeit würden zwei Mitarbeiter in diese Richtung ausgebildet werden und diese sollen ihr Wissen dann auch weitergeben. Ebenfalls im kommenden Jahr soll auch ein EWILPA entstehen – ein Essbarer Wildpark. Nach unter anderem Waldeck wäre dies erst der dritte seiner Art in ganz Deutschland.

Wichtig bei all den Plänen ist auch die Finanzierung. Man profitiere hierbei von verschiedenen Förderprogrammen, erzählt der Bürgermeister. Eine große Finanzspritze soll es beispielsweise auch am Freitag geben: Und zwar 500.000 Euro Stabilisierungshilfen vom Bayerischen Heimatministerium.
Wesentlicher Bestandteil für das Prädikat „Heilbad“ war auch das Sibyllenbad. In das Kurmittelhaus hat der Zweckverband Sibyllenbad in den vergangenen Jahren kräftig investiert. Es wurde modernisiert, der Kurpark saniert und die Kurpromenade neu gestaltet. Und die Entwicklung soll weitergehen; sowohl beim Kurmittelhaus als auch bei der Gemeinde selbst. Denn die Anerkennung als staatlich anerkanntes Heilbad sei die Erfüllung eines langen Traums gewesen – auch das wurde heute deutlich.
Und offensichtlich hatten den Traum vom Heilbad nicht nur die Anwesenden, sondern auch ein Bürger der Gemeinde. Laut Erzählungen des Bürgermeisters hätte sich dieser schon vor zehn Jahren die Domain „www.bad-neualbenreuth.de“ gesichert. Diese hatte er dem Bürgermeister nun vergangene Woche feierlich geschenkt.

(nh)