Bayern: Corona-Fahrplan für das neue Schuljahr beschlossen

In einer Woche beginnt das neue Schuljahr. Deshalb hat sich der Ministerrat heute vorwiegend mit dem Schulstart beschäftigt. Demnach gibt es in den ersten zwei Wochen in den weiterführenden Schulen eine Maskenpflicht. Außerdem wurde der bisherige Vier-Stufenplan angepasst.

Bereits gestern hat sich Ministerpräsident Dr. Markus Söder (CSU) mit Vertretern von Lehrern, Eltern und Schülern über den anstehenden Schulstart beraten. Die Ergebnisse dieses Schulgipfels hat das Kabinett heute offiziell beschlossen. Zentral steht hier die Maskenpflicht für die ersten neun Tage auf den weiterführenden Schulen. Diese Pflicht gilt für Schüler und Lehrer. Nach diesen neun Tagen wird nach dem modifizierten Vier-Stufenplan lokal gehandelt.

Vier-Stufenplan wird ein Drei-Stufenplan
Aus dem bisherigen Vier-Stufenplan ist ein Drei-Stufenplan für die Schulen geworden. Ab dem 21. September wird demnach im Fall eines Anstiegs der Infektionszahlen bei Bedarf eine regional begrenzte Maskenpflicht eingeführt. Die Grenzwerte dafür sehen folgendermaßen aus:

  • Bis zu einer 7-Tage-Inzidenz von 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner: Regelunterricht an den Schulen. Dabei gilt eine Maskenpflicht in der Schule, aber nicht während des Unterrichts.
  • Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner: Regelunterricht an den Schulen. Dabei wird auch eine Maskenpflicht im Schulunterricht eingeführt. Von dieser Regel sind nur Grundschulen ausgenommen und Schulen, die statt der Maske den Mindestabstand sicher stellen können.
  • Ab einem grenzwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner: Schule im Wechsel kombiniert mit entsprechendem Mindestabstand und der Maskenpflicht für alle. Hier sind Grundschulen nicht mehr ausgenommen.

Die Zahlen gelten nur als Richtwerte, betont Kultusminister Michael Piazolo (FW). Die Entscheidung liege bei den jeweiligen Gesundheitsämtern.

Schulbeförderung muss sicher sein
Auch der Weg zur Schule muss sicher sein, erklärte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU). Deshalb werden zum einen die Verstärkerbusse vom Freistaat mit 100% gefördert vorerst bis zu den Herbstferien. Zum anderen werden mit gestaffeltem Unterricht und gestaffelten Pausenzeiten die Nutzung der Fördermittel entzerrt.

Hygieneplan ausgearbeitet und an Schulen weitergegeben
Kultusminister Michael Piazolo betonte, dass der Hygieneplan aktualisiert und an die Schulen weitergegeben wurde. Dieser umfasst einige Richtlinien zur Organisation des Schulbetriebs. Das reiche von einer ausreichenden Lüftung der Klassenzimmer, über strukturelle Planungen, die Reihentestungen für Lehrkräfte und Verwaltungsangestellte bis hin den Teamlehrkräften. Mit diesen konnten 800 neue Lehrkräfte rekrutiert werden, so Piazolo. Auch für den Distanzunterricht wurden neue Standards geschaffen, sodass es den Lehrkräften auch möglich wird, mündliche Leistungsnachweise durchzuführen.

Trotz allem: Michael Piazolo betont abschließend, dass es auch für das kommende Schuljahr keine 100%ige Planungssicherheit geben wird.

(vl)